Umkehr der Obama-Politik USA stimmen gegen Kuba-Resolution der Uno
Uno-Hauptquartier in New York
Foto: Richard Drew/ APDie USA haben bei den Vereinten Nationen gegen eine Resolution gestimmt, die sich für ein Ende des Kuba-Embargos ausspricht. Damit stimmte die US-Botschafterin Nikki Haley wieder so, wie die USA fast immer in den vergangenen 24 Jahren votiert haben.
Im vergangenen Jahr gab es eine Ausnahme: Unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama enthielten sich die USA bei der Uno-Abstimmung. Dies spiegelte Obamas Versuche wieder, die Beziehungen zu Kuba zu normalisieren. Am Kongress vorbei hatte der Präsident das Handelsembargo schrittweise gelockert.
Sein Nachfolger Donald Trump dagegen untersagte allen US-Firmen zuletzt, direkte Geschäfte mit dem kubanischen Militär zu machen. Das dürfte Investitionen nahezu unmöglich machen, da die Streitkräfte weite Teile der Wirtschaft auf Kuba kontrollieren.
Das Embargo gegen Kuba wurde 1960 vom damaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower erlassen - ein Jahr nach der Machtübernahme von Fidel Castro. 1992 wurde das Handelsverbot per Gesetz festgeschrieben, offiziell mit dem Ziel, "dem kubanischen Volk zur Demokratie zu verhelfen". Tatsächlich ging es vor allem darum, Castro zu stürzen.