Kuba: José Ferrer García tritt in den Hungerstreik - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kuba José Ferrer García tritt in den Hungerstreik

Der kubanische Oppositionelle José Ferrer García protestiert mit einem Hungerstreik gegen "grausame Bedingungen" seiner Haft. Sein Anwalt forderte die umgehende Freilassung aller "friedlichen" politischen Gefangenen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Havanna - Ferrer García, der eine 25-jährige Haftstrafe verbüßt, sei unter "grausamen Bedingungen" zusammen mit "extrem gefährlichen" Kriminellen inhaftiert, erklärte der Dissident Oswaldo Payá von der Christlichen Befreiungsbewegung in Havanna. Diese Art der Behandlung werde "von der Staatssicherheit systematisch gegen politische Häftlinge" betrieben, um deren Gesundheit zu schädigen, ihnen seelische Schäden zuzufügen und ihr Leben zu gefährden.

Payá forderte die umgehende Freilassung aller "friedlichen politischen Häftlinge" in Kuba, die willkürlich inhaftiert und ungerechtfertigt zu Haftstrafen verurteilt worden seien. Nach Angaben der in Kuba verbotenen Kommission für Menschenrechte und nationale Versöhnung sind derzeit rund 300 Oppositionelle in den Gefängnissen Kubas inhaftiert.