Kuba: Abschied von Castro
Fidel Castro So trauert Kuba um den toten "Comandante"
Trauer um den "Máximo Líder": Zwei Tage lang können die Kubaner dem toten Revolutionsführer Fidel Castro die letzte Ehre erweisen. Die Leiche des "Comandante" war schon am Samstag eingeäschert worden, die Urne wurde im Denkmal für den Nationalhelden José Martí in Havanna aufgestellt.
Im ganzen Land sind die Kubaner aufgerufen, eine Erklärung zu unterzeichnen, die besagt, dass sie weiterhin für Castros Ideale und den Sozialismus kämpfen.
Castro war am Freitagabend im Alter von 90 Jahren gestorben. Er hatte das Land 47 Jahre regiert und sich 2006 aus der aktiven Politik zurückgezogen. Er empfing aber weiterhin Staatsgäste in seinem Haus und äußerte sich in der Parteizeitung "Granma".
Seit seinem Tod hält Kuba inne: Die Flaggen wurden im ganzen Land auf halbmast gesetzt, Konzerte und Sportveranstaltungen abgesagt. Es darf kein Alkohol ausgeschenkt werden, Diskotheken und Tanzlokale bleiben geschlossen.
Ein Leben in Bildern: Mythos Fidel Castro
Am Montagmorgen sollten die Streitkräfte 21 Kanonenschüsse abfeuern. Bis zum Abend folge jede volle Stunde ein weiterer Salutschuss, teilte das Verteidigungsministerium mit. Auch von Dienstag bis Samstag werden stündlich Kanonenschüsse abgefeuert.
Für Dienstag ist auf dem Platz der Revolution in Havanna eine Massenkundgebung zu Ehren Castros geplant. Danach wird die Urne in einem viertägigen Trauerzug über verschiedene Städte und Ortschaften zur 900 Kilometer von Havanna entfernten Stadt Santiago de Cuba gebracht.
Kuba: Abschied von Castro
Es ist der umgekehrte Weg der "Karawane der Freiheit": Im Januar 1959 zogen die Rebellen nach dem Sieg über die Soldaten von Diktator Fulgencio Batista unter Castros Führung in einem Triumphzug von Santiago de Cuba nach Havanna.
Am kommenden Samstag ist auf dem Platz Antonio Maceo in Santiago de Cuba eine Massenkundgebung geplant. Am Sonntag wird Castro auf dem Friedhof Santa Ifigenia beigesetzt. Damit endet dann die neuntägige Staatstrauer (Lesen Sie hier, was Castros Tod für Kubas Zukunft bedeutet)