Nach mehr als 50 Jahren USA lockern Kuba-Embargo
US-Präsident Obama: Historische Kurskorrektur
Foto: REUTERSWashington - Die historische Wende in den Beziehungen zwischen den USA und Kuba schreitet voran: Die Mitte Dezember von US-Präsident Barack Obama angekündigten Reise- und Handelserleichterungen für Kuba treten am Freitag in Kraft. Das gab US-Finanzminister Jacob Lew bekannt. Der Schritt trage dazu bei, politische und wirtschaftliche Freiheit für die kubanische Bevölkerung zu erreichen, sagte er in Washington. Auch müssen amerikanische Staatsbürger, die einen von zwölf Gründen für einen Besuch in Kuba erfüllen, künftig keine Einreiseerlaubnis mehr beantragen.
Obama hatte vor einem Monat eine historische Kurskorrektur im Verhältnis zu dem Erzfeind aus der Zeit des Kalten Kriegs angekündigt. Neben der Wiederaufnahme von diplomatischen Beziehungen werden die Reisebeschränkungen für den kommunistischen Inselstaat gelockert, auch Geldtransfers werden erleichtert. Das 1962 verhängte Wirtschaftsembargo bleibt jedoch in Kraft: Es kann nur vom US-Kongress aufgehoben werden.
Zuletzt hatte Kuba - wie von den USA gefordert - begonnen, politische Häftlinge zu entlassen.