Kunduz Mutmaßliche Attentäter festgenommen
Kabul - Die mutmaßlichen Attentäter wurden bereits gestern, kurz nach der Explosion des Sprengsatzes verhaftet. Das teilte heute der Polizeichef der nördlichen Provinz, Mutaleb Beg. Bei dem Anschlag wurden der afghanische Fahrer des mit deutschen Fahnen und dem ISAF-Symbol der internationalen Friedenstruppe kenntlich gemachten Fahrzeugs und drei Passanten getötet.
Zwei der Todesopfer sind Kinder. Beg sagte, ein weiteres bei dem Anschlag verletztes Kind sei auf dem Weg der Besserung. Es war der erste Anschlag auf die internationale Friedenstruppe außerhalb Kabuls. In Kunduz sind rund 250 deutsche Soldaten stationiert. Die Region Kunduz galt bislang als vergleichsweise ruhig. In den vergangenen Tagen häuften sich jedoch Hinweise auf verstärkte Aktivitäten von Rebellen.
Am 10. Juni wurden in der Provinz Kunduz bei einem Überfall auf ein Lager chinesischer Straßenarbeiter zwölf Menschen getötet. Zuvor waren im abgelegenen Nordwesten fünf Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen erschossen worden. Bei einer weiteren Explosion am Mittwoch wurde in Faisabad das Büro der britischen Hilfsorganisation Afghanaid beschädigt und ein afghanischer Wachmann leicht verletzt.