Libanon: Israels historischer Rückzug - DER SPIEGEL
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Libanon Israels historischer Rückzug

In Beirut wird gefeiert: Auch der letzte israelische Soldat hat jetzt den Südlibanon verlassen. Nach fast zwei Jahrzehnten ist dort damit die Militärpräsenz Israels beendet.
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Jerusalem - Insgesamt 950 israelische Soldaten sind im Libanon seit dem Einmarsch im Juni 1982 getötet worden. Soldaten schlossen am Grenzübergang Fatima das Tor hinter dem letzten israelischen Panzer. Der hastige Rückzug war in der Nacht noch beschleunigt worden. Ministerpräsident Ehud Barak hatte den vollständigen Abzug der Streitkräfte aus der so genannten Sicherheitszone angeordnet.

In der Nacht zum Mittwoch überquerten Fahrzeugkolonnen mit Hunderten von Soldaten die Grenze. Einige fielen sich in die Arme, als sie israelischen Boden erreichten. Im Südlibanon hatten die Truppen die meisten der geräumten Stützpunkte zerstört. Kampfflugzeuge bombardierten auch verlassene Stellungen der verbündeten Miliz Südlibanesische Armee (SLA), damit der nachrückenden Hisbollah-Guerilla keine Waffen in die Hände fielen.

Ministerpräsident Barak betonte, Israel werde auf jeden Angriff gegen seine Souveränität, die Zivilbevölkerung oder seine Soldaten hart reagieren. In einem Schreiben an Uno-Generalsekretär Kofi Annan und den Sicherheitsrat der Vereinten Nation griff er Syrien scharf an. Das Land tue alles, den Rückzug der israelischen Truppen zu sabotieren, und habe die Palästinenser dazu benutzt, terroristische Akte gegen Israel zu verüben. Außerdem lasse Syrien dem Iran und der Hisbollah freie Hand, eine Infrastruktur aufzubauen, die die Stabilität der Region aushöhlen könne - bis hin zu einem möglichen Ausbruch von Feindseligkeiten.

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