Libanon: Schröder soll vermitteln - DER SPIEGEL
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Libanon Schröder soll vermitteln

Bundeskanzler Schröder ist auf seiner Nahost-Reise nach Jordanien weitergeflogen. Zuvor hatte ihn der libanesische Parlamentspräsident gebeten, beim Austausch verschleppter Israelis gegen inhaftierte Araber zu vermitteln.
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Beirut - Am Abend hatte Gerhard Schröder auf einem Empfang des libanesischen Ministerpräsidenten Rafik el-Hariri die Abkehr von Gewalt und Hass in der Region angemahnt. Der Nahe Osten brauche Versöhnung und keinen Hass, Zusammenarbeit und keinen Krieg, sagte der Kanzler. Zum Friedensprozess gebe es keine Alternative. Der Frieden erfordere aber auch Opfer und Anstrengungen.

Auch Hariri äußerte die Überzeugung, dass die Konflikte des Nahen Ostens nicht mit Krieg gelöst werden könnten. Er erschwere die Dinge nur. Der Ministerpräsident forderte Deutschland zugleich auf, als wichtiges europäisches Land auch zu einer Stimulierung des Friedensprozesses im Nahen Osten beizutragen.

Nach den Worten des Parlamentspräsidenten Nabih Berri wurde mit Schröder auch über den Austausch der von der radikal-islamischen Hisbollah verschleppten Israelis gesprochen. Schröder sei darüber informiert worden, dass Libanon und die Hisbollah eine Vermittlung begrüßen würden, die zu einem Austausch der israelischen Soldaten gegen in Israel inhaftierte Araber führen würde, sagte Berri. Erst kürzlich war aus Hisbollah-nahen Kreisen verlautet, deutsche Vermittler hätten Kontakt zu der Organisation aufgenommen, um den Austausch von drei israelischen Soldaten zu arrangieren.

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