Libanon: Syrien schließt Truppenabzug ab - DER SPIEGEL
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Libanon Syrien schließt Truppenabzug ab

Syrien ist den Forderungen des Uno-Sicherheitsrates nachgekommen und hat alle seine Soldaten aus dem Nachbarland Libanon abgezogen. Ob sich auch alle Geheimdienstmitarbeiter zurückgezogen haben, konnte ein Uno-Untersuchungsteam jedoch nicht klären.
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New York - Den Abzug der Soldaten bestätigte ein Untersuchungsteam der Vereinten Nationen. Die Uno-Beobachter hätten keine syrischen Militärkräfte in dem Land entdecken können, hieß es in einem gestern veröffentlichten Bericht. Nach Angaben der Regierung in Damaskus verließ der letzte syrische Soldat am 26. April das Land und beendete damit eine fast 30-jährige syrische Militärpräsenz. Der Uno-Sicherheitsrat hatte von Syrien den Abzug der Soldaten verlangt.

Bei dem ebenfalls geforderten Abzug des syrischen Geheimdienstes zeigten sich die Uno-Kontrolleure weniger sicher. Geheimdienstmitarbeiter seien zwar weder an den bekannten Adressen noch in Uniform angetroffen worden, allerdings könne nicht definitiv gesagt werden, ob auch alle das Land verlassen hätten. US-Außenministerin Condoleezza Rice erklärte, nach wie vor hielten sich syrische Geheimdienstler im Libanon auf.

Die USA und andere Länder hatten darauf bestanden, dass der syrische Abzug vor den am 29. Mai beginnenden Parlamentswahlen im Libanon abgeschlossen wird. Bis zum vergangenen Monat hatte Syrien fast 30 Jahre lang maßgeblichen Einfluss auf die libanesische Politik genommen. Nach anti-syrischen Massenprotesten in der Folge des Mordanschlags auf den früheren Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri hatte das Land dem Abzug jedoch zugestimmt.