Libanon: Tel Aviv im Visier - DER SPIEGEL
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Libanon Tel Aviv im Visier

Die im Libanon stationierte Hisbollah-Miliz ist besser ausgerüstet als bisher bekannt. Einem israelischen Medienbericht zufolge verfügt die radikal-schiitische Organisation über Raketen, die bis nach Tel Aviv reichen.
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Jerusalem - Die Zeitung "Haaretz" berichtet von einer Kabinettssitzung, in der der Leiter des israelischen Militärgeheimdienstes, Generalmajor Aharon Seevi-Farkasch, am Sonntag erklärt habe, die Hisbollah sei bereits im Besitz von mehreren Raketen, die Reichweiten von 115 bis 200 Kilometer haben. Damit wäre auch die israelische Metropole Tel Aviv gefährdet. Sie liegt rund 120 Kilometer von den Hisbollah-Hochburgen im Südlibanon entfernt.

Ein Regierungssprecher wollte die Aussagen von Seevi-Farkasch nicht bestätigen. Dieser soll weiter erklärt haben, dass die Hisbollah rund 500 Raketen besitze, die die Stadt Haifa erreichen könnten. Zudem sei das Arsenal kleinerer Raketen von 11.000 auf 13.000 erhöht worden.

Die Hisbollah kämpfte 18 Jahre lang gegen die israelische Besatzung in Südlibanon. Nach dem Abzug der Israelis vor vier Jahren ist es an der Grenze zwar ruhiger geworden, es kommt aber immer wieder zu kleineren Scharmützeln. Erst in der vergangenen Woche erschoss ein Heckenschütze der Hisbollah zwei israelische Soldaten, was zu israelischen Vergeltungsangriffen führte.

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