Liberia Tausend Tote bei Massaker
Monrovia - Von dem Massaker berichtet der britische Fernsehsender BBC unter Berufung auf den liberianischen Rundfunk. Demnach sollen Rebellen der Bewegung für Demokratie in Liberia (MODEL) ein Blutbad in der Stadt Bahn in der Nähe der Grenze zur Elfenbeinküste angerichtet haben. Der Vizechef der Regierungsarmee, Benjamin Yeaten bestätigte das Massaker: "Es wurden vermutlich etwa tausend Menschen getötet." Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
BBC hatte zunächst den liberianischen Verteidigungsminister Daniel Chea zitiert, wonach er nichts über den Vorfall wisse. Bisher ist auch unklar, wann sich das Massaker ereignet haben soll. Berichte sprachen auch davon, dass Dörfer in Brand gesteckt worden seien.
Trotz eines Friedensabkommens war es zwischen Regierungstruppen und Rebellen nahe der Hafenstadt Buchanan zu neuen Kämpfen gekommen. Tausende Menschen waren geflohen. Ein Sprecher der Regierungstruppen beschuldigte die Rebellen, sie hätten angegriffen. Auch in Banga, etwa 160 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Monrovia, habe es wieder Kämpfe gegeben, berichtete die BBC.
In der Nacht zu Sonntag war der neue liberianische Präsident Moses Blah von Antrittsbesuchen bei seinen Kollegen in der Elfenbeinküste, Guinea und Sierra Leone zurückgekehrt. Während des 14-jährigen Bürgerkriegs hatte Liberia diesen Ländern die Unterstützung der Rebellen vorgeworfen.