Libyen: Tunesische Geiseln sind frei - DER SPIEGEL
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Libyen Tunis gibt Freilassung tunesischer Geiseln bekannt

Die von einem Islamistenbündnis entführten tunesischen Geiseln sind offenbar frei. Das Außenministerium schwieg jedoch über den Grund für die Entführung sowie die Anzahl der Befreiten.
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In Libyen sind alle von einer islamistischen Miliz verschleppten Tunesier nach Angaben des tunesischen Außenministeriums wieder auf freiem Fuß. Die letzte Gruppe sei am Samstag freigekommen, teilte das Ministerium mit, ohne jedoch genaue Zahlen zu nennen.

Der tunesische Konsul in Tripolis, Ibrahim Rezgui, hatte Mitte Mai erklärt, mindestens 172 Tunesier befänden sich in der Gewalt der Entführer. Die tunesischen Behörden bestätigten diese Zahl jedoch nicht. Das Außenministerium in Tunis bestätigte auch nicht die Angaben des Konsuls, wonach die Entführer ihre Geiseln gegen einen ihrer in Tunis inhaftierten Chefs austauschen wollten.

Bei den Entführern soll es sich um Milizionäre des Islamistenbündnisses Fadschr Libya handeln. Seit dem Aufstand gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi und dessen Tod im Jahr 2011 kommt das nordafrikanische Land nicht zur Ruhe.

Das Milizenbündnis Fadschr Libya kontrolliert mittlerweile große Teile von Tripolis und hat dort eine Parallelregierung unter Führung des islamistischen Politikers Omar al-Hassi eingesetzt. Die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Abdullah al-Thani und das Parlament sind nach Tobruk im äußersten Osten des Landes geflüchtet.

kbl/AFP