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+++Minutenprotokoll zur Lage in der Ukraine+++ Das war der Tag in Kiew
Dutzende Menschen wurden auch am Donnerstag in Kiew getötet, EU und USA beschlossen Sanktionen, Außenminister Steinmeier und zwei Kollegen verhandelten bis in die Morgenstunden des Freitags mit Präsident Janukowitsch und den Oppositionsführern. Lesen Sie die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
(Livestream: Reuters)
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Stephan Orth
Ein Kloschild in China (Foto: dpa)
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Steffen Seibert
Äußerungen von Kanzlerin #Merkel und WirtschaftsMin Gabriel zu Griechenland in Pressekonferenz heute
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Vera Kämper
Die Menschen in Kiew blicken zurück auf einen blutigen Tag. Bei schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften wurden Dutzende Menschen getötet. Die Lage auf dem Maidan bleibt explosiv. Die Außenminister Deutschlands und Polens versuchen weiter, zu vermitteln. Die Verhandlungen im Präsidentenpalast in Kiew dauerten in den frühen Morgenstunden des Freitags noch an.
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melip0ne
@boes_ greece is headed to the friendzone
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Franziska Bossy
Was am Freitag in Kiew wichtig wird: Das ukrainische Parlament will über eine Rückkehr zur Verfassung aus dem Jahr 2004 debattieren, sagte der stellvertretende Parlamentssprecher. Sie begrenzt die Macht des Präsidenten und stärkt die der Volksvertretung. Das berichtet die dpa unter Bezugnahme auf die Nachrichtenagentur Itar-Tass.
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Franziska Bossy
Ein Ende der Vermittlungsgespräche in Kiew zeichnet sich nicht ab. So sahen die diplomatischen Bemühungen am Donnerstag aus: Die drei Außenminister – Frank-Walter Steinmeier und seine Ressortkollegen aus Frankreich und Polen, Laurent Fabius und Radoslaw Sikorski – haben sich zunächst vier Stunden lang mit dem ukrainischen Staatschef Wiktor Janukowitsch unterhalten. Dann kamen sie mit den Anführern der Opposition zusammen. Anschließend reiste Fabius ab und weiter nach Peking, wo er zu einem lange geplanten Staatsbesuch beim chinesischen Präsidenten erwartet wurde. Am Abend stießen schließlich die Oppositionsführer, der Parlamentspräsident und mehrere Abgeordnete zu den Gesprächen im Präsidentenpalast hinzu, wie Janukowitschs Sprecher laut AFP auf Twitter mitteilte. Die Regierungsgegner drängen offenbar weiter auf einen konkreten Zeitplan für Neuwahlen, eine Verfassungsänderung und Zusagen für einen Gewaltverzicht. Eine sofortige Waffenruhe forderte am Donnerstag auch Uno-Generalsekretär Ban-Ki-Moon.
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Franziska Bossy
Die Regierungsgegner auf dem Maidan haben laut BBC die gefangengenommenen Sicherheitskräfte der Regierung freigelassen.
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Franziska Bossy
Fußballstadion in Nikosia: Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Ausschreitungen in der Ukraine vor der Europa-League-Partie zwischen Dynamo Kiew und dem FC Valencia (Foto: AP/dpa/Philippos Christou).
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Franziska Bossy
US-Vizepräsident Joe Biden hat im Telefonat mit dem ukrainischen Staatspräsidenten Wiktor Janukowitsch bekräftigt, dass sich die USA darauf vorbereiten, Regierungsvertreter für die Gewalt in dem Land zur Verantwortung zu ziehen. Biden forderte Janukowitsch dazu auf, die Einsatzkräfte der Polizei, Scharfschützen sowie militärische und paramilitärische Einheiten zurückzuziehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
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Franziska Bossy
Lange Nacht in Kiew: Ein Regierungsgegner hält Wache an den Barrikaden (Getty Images/Brendan Hoffman).
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Franziska Bossy
Medienvertreter aus aller Welt in Kiew: Oppositionspolitiker Vitali Klitschko äußerte sich nach einem Gespräch mit den Außenministern von Deutschland, Frankreich und Polen vor Journalisten (Foto: dpa).
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Franziska Bossy
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat angesichts der eskalierenden Gewalt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erneut zu einer sofortigen Waffenruhe aufgerufen. «Ich bin entsetzt, dass sowohl die Polizei als auch die Demonstranten Schusswaffen eingesetzt haben», sagte Ban am Donnerstag im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York vor Journalisten, berichtet die dpa.
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Franziska Bossy
Außer den Außenministern aus Deutschland, Polen und Frankreich sind auch die ukrainischen Oppositionsführer zu neuen Gesprächen mit Präsident Viktor Janukowitsch aufgebrochen. Das teilte laut dpa die Sprecherin von Oppositionspolitiker Vitali Klitschko am Donnerstagabend über Twitter mit.
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Franziska Bossy
Flammenmeer nahe dem Maidan: Unweit der brennenden Barrikaden hat ein Baum Feuer gefangen. Aktivisten löschen die Flammen. (Foto: AP/Efrem Lukatsky)
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Christopher Miller
34 MPs from President #Yanukovych 's ruling Party of Regions voted alongside the opposition for the resolution passed tonight in parliament.
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Franziska Bossy
Das ukrainische Parlament untersagte am Donnerstagabend fast einstimmig den Einsatz von Schusswaffen, melden die dpa und der britische Sender BBC. Anwesend waren 238 Abgeordnete von offiziell 450. Nach der Abstimmung sangen die Parlamentarier die Nationalhymne. Zwar muss Präsident Viktor Janukowitsch den Beschluss noch unterzeichnen. Beobachter bezeichneten die Abstimmung aber als ein wichtiges Zeichen.
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Franziska Bossy
Das ukrainische Parlament fordert ein Ende des "Anti-Terror-Einsatzes" im Land. Die Abgeordneten verlangten, dass sich alle Einheiten in ihre Kasernen zurückziehen, wie laut dpa Fernsehsender am Donnerstagabend live berichteten.
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Golineh Atai
Parlamentssprecher soll mit Familie Ukraine verlassen haben. Erste Auflösungserscheinungen des Staatsapparats?
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Jonas Leppin
Die Außenminister der Europäischen Union haben sich im Prinzip auf die Verhängung von Sanktionen gegen die Verantwortlichen für die Gewalt in der Ukraine geeinigt. Die Lieferung aller Waren und Geräte, die zur Unterdrückung von Demonstrationen genutzt werden könnten, soll verboten werden. Nun geht es um die Feinheiten in den Formulierungen: "Das Ausmaß der Umsetzung" der EU-Sanktionen werde im Lichte der Entwicklungen vor Ort entschieden, heißt es auf dem Twitter-Account von Schwedens Außenminister Carl Bildt.
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steffendobbert
"Bringt das gefährliche Tier vor Gericht"Brief von Timoschenko,sie fordert Opposition auf,nicht mehr mit Janukow. zu verhandeln #euromaidan
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Lena Greiner
Die EU hat sich nach Angaben der italienischen Außenministerin Emma Bonino auf Strafmaßnahmen gegen Personen geeinigt, die für die Gewalttaten in Kiew verantwortlich sind. Vorgesehen ist demnach, Visasperren zu verhängen und Guthaben einzufrieren. Diese Sanktionen seien, so Bonino laut der Nachrichtenagentur Reuters, eine Sache von Stunden.
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Fotos aus Kiew: Tod auf dem Maidan bit.ly/1haPCwf
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Lena Greiner
Außenminister Frank-Walter Steinmeier bleibt nach Angaben einer Sprecherin über Nacht in Kiew. Eigentlich wollte er mit seinen Kollegen aus Frankreich und Polen noch am Donnerstag nach Brüssel weiterreisen.
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Lena Greiner
Das EU-Trio aus Deutschland, Frankreich und Polen hat einen Fahrplan für eine politische Lösung im Machtkampf in der Ukraine vorgeschlagen. Demnach sollen eine Übergangsregierung gebildet, eine Verfassungsreform begonnen und Parlaments- und Präsidentenwahlen abgehalten werden. Dies verlautete nach einem Treffen der Außenminister aus den drei Ländern mit Staatspräsident Wiktor Janukowitsch in Kiew.
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Stephan Orth
Laut einem Arzt auf Seiten der Regierungskritiker wurden allein am Donnerstag mehr als 70 Protestierende getötet. Die Zahl könne sich aber noch erhöhen, sagte Oleh Musij, der die medizinische Betreuung koordiniert, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Von unabhängiger Stelle konnten bislang keine Zahlen bestätigt werden. Laut dem ukrainischen Gesundheitsministerium wurden seit Dienstag 64 Tote gezählt.
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