+++ Minutenprotokoll zum Krim-Konflikt +++ Ukraine beschließt Visumspflicht für Russen
Die Ukraine gibt die Krim verloren: Die Armee will alle Truppen von der von Russland annektierten Halbinsel abziehen. In Kiew wurde eine Visumspflicht für Russen beschlossen. Hier können Sie die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll nachlesen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
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Isabell Prophet
Russland schafft Fakten. Das Wichtigste vom Tag auf der Krim:
• Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Rüstungsdeal der Firma Rheinmetall gestoppt;
• russische Soldaten haben das Hauptquartier der ukrainischen Marine in Sewastopol gestürmt, außerdem eine Basis im Westen der Insel;
• der ukrainische Marine-Chef wurde gefangen genommen, die Ukraine hat ein Ultimatum zu seiner Freilassung gestellt;
• Frank-Walter Steinmeier fordert, binnen 24 Stunden eine zivile OSZE-Beobachtermission zu genehmigen, Russland blockiert;
• das russische Verfassungsgericht hat den Anschluss der Krim gebilligt;
Als Nächstes sollen die russische Staatsduma und der Föderationsrat den Anschluss der Krim an Russland genehmigen. Dies soll noch in dieser Woche geschehen.
• Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Rüstungsdeal der Firma Rheinmetall gestoppt;
• russische Soldaten haben das Hauptquartier der ukrainischen Marine in Sewastopol gestürmt, außerdem eine Basis im Westen der Insel;
• der ukrainische Marine-Chef wurde gefangen genommen, die Ukraine hat ein Ultimatum zu seiner Freilassung gestellt;
• Frank-Walter Steinmeier fordert, binnen 24 Stunden eine zivile OSZE-Beobachtermission zu genehmigen, Russland blockiert;
• das russische Verfassungsgericht hat den Anschluss der Krim gebilligt;
Als Nächstes sollen die russische Staatsduma und der Föderationsrat den Anschluss der Krim an Russland genehmigen. Dies soll noch in dieser Woche geschehen.
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Isabell Prophet
Und dann halten sie noch die andere Wange hin: Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hat angekündigt, freundlich auf US-Sanktionen zu reagieren. Sollte Washington die Konfrontation eskalieren lassen, würden "andere Maßnahmen" ergriffen, berichtet Reuters mit Bezug auf die russische Nachrichtenagentur Interfax.
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Isabell Prophet
Details zum ukrainischen TV-Chef, der mit Gewalt zum Rücktritt gezwungen wurde, haben wir hier für Sie zusammengestellt.
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Alexander Demling
Die OSZE-Mitglieder brechen ihre Gespräche erneut ab. Die westlichen Länder und Russland konnten sich erneut nicht darüber einigen, Beobachter in die Ukraine zu schicken.
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Isabell Prophet
Dieses Bild zeigt nach Angaben des AFP-Fotografen Viktor Drachew russische Militante, die Taschen aus dem ukrainischen Marine-Hauptquartier tragen. (Foto: AFP)
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Isabell Prophet
Russische Besetzer werfen einen Safe aus dem ukrainischen Marine-Hauptquartier in Sewastopol. (Foto: AFP)
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Alexander Demling
Nach Sewastopol geben ukrainische Soldaten nun einen zweiten Stützpunkt auf. Laut der Nachrichtenagentur AFP hat sich die Besatzung der Basis Nowoosjornoje den russischen Soldaten ergeben. 50 Männer verließen ihre Baracken unbewaffnet.
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Vladimir Putin
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Isabell Prophet
Auf der englischsprachigen Seite verkündet die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti, dass die Tataren auf der Krim Teile ihres Landes verlassen müssen. Die Gebiete würden für soziale Bedürfnisse der Russen gebraucht, sagte Rustam Temirgaliew, der stellvertretende Ministerpräsident der Krim-Regierung. Hier nachzulesen.
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Alexander Demling
Russische Soldaten auf dem Weg zu einer ukrainischen Militärbasis in Perewalne nahe Simferopol (Foto: Getty Images)
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Alexander Demling
Die Geschäfte der deutschen Industrie mit Russland geraten zunehmend in die Kritik: Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, ein Rüstungsgeschäft von Rheinmetall mit Russland sowie den geplanten Verkauf der RWE-Tochter Dea an einen russischen Großinvestor zu stoppen. "Der Druck auf Russland darf jetzt nicht nachlassen", sagte Grünen-Chef Cem Özdemir.
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Alexander Demling
Und noch mal Krim-Krise und Sport: Wegen der schwierigen politischen und
wirtschaftlichen Lage gibt der Basketballverband der Ukraine den
Status als Gastland der EM 2015 auf. Man wolle dafür gerne das darauffolgende Turnier zwei Jahre später ausrichten, gab der Organisationschef Markiyan Lubkivsky in einer Mitteilung bekannt.
wirtschaftlichen Lage gibt der Basketballverband der Ukraine den
Status als Gastland der EM 2015 auf. Man wolle dafür gerne das darauffolgende Turnier zwei Jahre später ausrichten, gab der Organisationschef Markiyan Lubkivsky in einer Mitteilung bekannt.
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Alexander Demling
Russische Kräfte haben den Oberbefehlshaber der ukrainischen
Marine vorübergehend festgenommen. Es gebe noch Fragen an Vizeadmiral
Sergej Gajduk, meldete die moskautreue Agentur Kriminform.
Gajduk habe an den ukrainischen Stützpunkten den Befehl aus Kiew verbreiten lassen, Waffen zur Selbstverteidigung einzusetzen.
Marine vorübergehend festgenommen. Es gebe noch Fragen an Vizeadmiral
Sergej Gajduk, meldete die moskautreue Agentur Kriminform.
Gajduk habe an den ukrainischen Stützpunkten den Befehl aus Kiew verbreiten lassen, Waffen zur Selbstverteidigung einzusetzen.
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Alexander Demling
Auch im Fußball soll die Vereinigung der Krim mit Russland schnell vollzogen werden: Die beiden bislang ukrainischen Fußball-Erstligisten, FK Sewastopol und Tawrija Simferopol, sollen spätestens ab nächster Saison in der russischen Liga antreten. Simferopol war 1992 erster Meister der Liga nach der Unabhängigkeit des Landes.
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Alexander Demling
US-Vizepräsident Biden sieht Russland in der Krim-Krise auf einem "finsteren Weg" in die Isolation. Die USA würden auf jeden aggressiven Akt gegen ihre Nato-Verbündeten reagieren, sagt er in Litauen.
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BBC News (UK)
#Crimea crisis needs "strong, consistent and robust response", David Cameron says bbc.in/OBePr9 #PMQs
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Isabell Prophet
Deutsche Landwirte fürchten Auswirkungen der Krim-Krise. Sie könnten auf mehreren tausend Tonnen Pflanzkartoffeln für den russischen Markt sitzenbleiben. Das Einfuhrverbot besteht dort bereits seit dem vergangenen Herbst.
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Isabell Prophet
Säbelrasseln: An der russischen Grenze im Osten der Ukraine bereiten Soldaten Panzer vor. (Foto: Reuters)
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BBC News (World)
Watch Russian flags fly at Ukraine naval base at #Sevastopol after it was stormed by pro-Russian activists
bbc.in/OB0H17
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Isabell Prophet
Russische Demonstranten reißen das Tor des ukrainischen Navy-Hauptquartiers in Sevastopol ein. (Foto: AFP)
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Alexander Demling
Trotz des aktuellen Konflikts will das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall ein hochmodernes Gefechtsübungszentrum an Russland liefern. Das sagte ein Unternehmenssprecher der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Man sehe keine Hindernisse für eine termingerechte Lieferung.
In der Anlage können dem Bericht zufolge pro Jahr 30.000 Soldaten ausgebildet werden. Das Zentrum zur Schulung von Panzereinheiten und Infanterie solle noch 2014 bei Mulino im Wolgagebiet in Betrieb gehen. Das Volumen des Auftrages beträgt demnach 100 Millionen Euro. Die Anlage sei mit modernen Simulations- und Auswertungssystemen ausgerüstet und soll nach Unternehmensangaben die weltweit modernste ihrer Art sein.
In der Anlage können dem Bericht zufolge pro Jahr 30.000 Soldaten ausgebildet werden. Das Zentrum zur Schulung von Panzereinheiten und Infanterie solle noch 2014 bei Mulino im Wolgagebiet in Betrieb gehen. Das Volumen des Auftrages beträgt demnach 100 Millionen Euro. Die Anlage sei mit modernen Simulations- und Auswertungssystemen ausgerüstet und soll nach Unternehmensangaben die weltweit modernste ihrer Art sein.
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Alexander Demling
In Donbass, im Osten der Ukraine, berichtet TV-Sender Rossija 24, haben sich prorussische Freiwillige zu Verbänden zusammengeschlossen, um sich gegen Nationalisten zu wappnen.
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Alexander Demling
Moskautreue Soldaten der Krim haben eine ukrainische Marinebasis im Schwarzmeerhafen von Sewastopol gestürmt. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf einen Sprecher der ukrainischen Marine, dass keine Schüsse gefallen seien. Die Krim-Soldaten seien nicht bewaffnet gewesen und hätten nach der Erstürmung drei russische Flaggen gehisst.
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Alexander Demling
Mit 1,6 Milliarden Euro will die EU-Kommission die Ukraine unterstützen. Ab 12 Uhr beraten die Kommissare über die Details der Finanzhilfe.
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