Machtdemonstration: Iran prahlt mit Raketentests - DER SPIEGEL
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Machtdemonstration Iran prahlt mit Raketentests

Iran soll bereits Anfang des Jahres zwei Mittelstreckenraketen über dem Indischen Ozean abgefeuert haben. Ungewöhnlich ist der Ort des Tests, denn bislang hatte das Land in den Wüstengebieten mit derartige Waffen experimentiert. Unklar ist auch, warum die Abschüsse erst jetzt bekannt werden.
Schahab-3-Rakete: Geschoss mit 2000 Kilometern Reichweite
Schahab-3-Rakete: Geschoss mit 2000 Kilometern Reichweite

Schahab-3-Rakete: Geschoss mit 2000 Kilometern Reichweite

Foto: AFP/ FARS News
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Teheran - Iran hat nach Angaben eines hohen Militärs zwei Mittelstreckenraketen in den Indischen Ozean gefeuert. Das berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Samstag unter Berufung auf den Kommandanten der Raumfahrtabteilung der Revolutionsgarden, Ali Hadschisadeh. Demnach sollen die beiden Raketen mit einer Reichweite von 1900 Kilometern im Januar und Februar dieses Jahres abgefeuert worden sein.

Die einzige iranische Rakete mit einer Reichweite von 1900 Kilometern ist die Schahab-3-Mittelstreckenrakete. Sie soll ganz Israel oder US-Stützpunkte in Afghanistan erreichen können. Der General erklärte jedoch nicht, warum der Erfolg dieses Tests erst fünf Monate später verkündet wurde und warum es keine internationalen Reaktionen gab.

Eine Atombewaffnung strebe die Regierung in Teheran entgegen internationalen Befürchtungen nicht an. Bei einer Eröffnungsfeier eines neuen Staudammes sagt Regierungschef Mahmud Ahmadinedschad nach Angaben der Nachrichtenagentur am 6. Juli, Atomwaffen seien etwas für zurückgebliebene Leute. Diese Aussage dürfte Kritiker allerdings kaum beruhigen.

rom/dpa/Reuters

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