Mafia-Prozess Andreotti in letzter Instanz freigesprochen
Das italienische Kassationsgericht hat Giulio Andreotti in einem seit Jahren andauernden Mafia-Prozess freigesprochen. In einem Anklagepunkt verweigerte es dem früheren Ministerpräsidenten jedoch einen Freispruch und stellte lediglich Verjährung fest.
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Rom - Die obersten Richter des Landes bestätigten ein Urteil in zweiter Instanz, wonach die Vorwürfe gegen den 85-Jährigen wegen Zusammenarbeit mit einer kriminellen Vereinigung vor dem Jahr 1980 lediglich verjährt seien. Die Forderung der Verteidigung auf Freispruch wegen Unschuld wies das Kassationsgericht damit ausdrücklich zurück, hieß es heute.
In einem weiteren Anklagepunkt wegen Kontakten zur Mafia nach dem Jahr 1980 wurde der bisherige Freispruch wegen Unschuld des Angeklagten bestätigt. Der rund zehnjährige Prozess war einer der spektakulärsten Politprozesse in Italien. Über 40 Jahr lang hatte der Christdemokrat Andreotti die Nachkriegspolitik in Italien beherrscht. In dem Verfahren hat er stets seine Unschuld beteuert.