Malta: Konservative gewinnen Parlamentswahl - DER SPIEGEL
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Malta Konservative gewinnen Parlamentswahl

Die regierende konservative Nationalistische Partei hat die Parlamentswahlen auf Malta gewonnen. Damit ist der Weg für den Beitritt des Landes zur Europäischen Union endgültig frei.
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Valletta - Auf die Partei von Ministerpräsident Eddie Fenech Adami, die klar für den EU-Beitritt ist, entfielen 51,7 Prozent der Stimmen. Die oppositionellen Sozialisten, die nur eine lockere Partnerschaft mit der EU eingehen wollen, kamen nach dem am Sonntagabend vorgelegten Endergebnis auf 47,6 Prozent. Die Grünen erhielt bei der Wahl am Samstag 0,7 Prozent.

Fenech Adamis Anhänger feierten den Wahlsieg mit Hupkonzerten und Feuerwerken. Wahlberechtigt waren insgesamt rund 290.000 der etwa 380.000 Einwohner Maltas. Der sozialistische Oppositionsführer Alfred Sant räumte seine Niederlage ein. Während die Nationalisten sowie die Grünen die Mitgliedschaft in der Europäischen Union unterstützen, ist die Arbeitspartei dagegen. Im Fall eines Sieges wollte die Partei den Beitritt blockieren.

An der Zusammensetzung des Parlaments hat sich durch die Wahl nichts geändert: Die Nationalisten von Ministerpräsident Eddie Fenech Adami erhalten wie bisher 35 Sitze, die Sozialisten 30. Die Wahlbeteiligung betrug 96 Prozent.

Vor einem Monat hatte nur jeder Zweite für den EU-Beitritt gestimmt

Dem EU-Beitritt stehe jetzt nichts mehr im Wege, betonte Adami. Er hatte die ursprünglich im Herbst fälligen Parlamentswahlen nach dem knappen Ausgang der EU-Volksabstimmung am 8. März vorgezogen. In dem Referendum hatten sich 53 Prozent der Malteser für die Mitgliedschaft in der EU ausgesprochen.

Adami soll an diesem Montag vereidigt werden und sein Kabinett vorstellen. Am Mittwoch wird er zusammen mit den Regierungschefs der neun anderen EU-Beitrittskandidaten in Athen die Beitrittsverträge unterzeichnen. Der südlich von Italien gelegene Mittelmeer-Inselstaat wird dann ab 1. Mai 2004 das mit Abstand kleinste Mitglied der Europäischen Union sein.