Mazedonien: Das Ende der Waffenruhe - DER SPIEGEL
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Mazedonien Das Ende der Waffenruhe

Mazedonische Regierungstruppen und albanische Rebellen haben sich wieder heftige Kämpfe geliefert. Präsident Trajkovski zeigte sich am Wochenende erstmals in Uniform in der Öffentlichkeit.
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Skopje - Armeesprecher Oberst Blagoja Markovski beschuldigte die Freischärler, das Militär mit Angriffen aus automatischen Waffen und Mörsern provoziert zu haben. Es gab demnach mehrere Zusammenstöße. Unterdessen rief Präsident Boris Trajkovski, der bei einem Truppenbesuch am Wochenende erstmals in Armeeuniform erschien, die Streitkräfte zur Zurückhaltung auf.

Trajkovksi ging Medienberichten zufolge auf die große Unzufriedenheit innerhalb der Armee über eine vom Westen verordnete Politik in dem Konflikt ein. Er sagte unweit der Stadt Kumanovo, die Angriffe der Albaner-Rebellen aus den Ortschaften Vaksince und Slupcane heraus seien eine Falle, um das mazedonische Militär zu Attacken gegen Zivilisten zu verleiten.

Ultimatum verlängert

Mazedonien hatte am Donnerstag ein als "letzte Chance" an die Rebellen bezeichnetes Ultimatum aufgeschoben und auf eine größere Militäroffensive gegen die Kämpfer der albanischen "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) verzichtet.

Die mazedonische Tageszeitung "Dnevnik" berichtete am Samstag über einen Plan, albanischen Kämpfern aus dem Kosovo einen Korridor zur Rückkehr und einheimischen Rebellen ein Amnestieprogramm anzubieten. Die neue mazedonische Allparteien-Regierung wolle zu Beginn der Woche über einen solchen Friedensplan beraten.

Unterdessen berichteten lokale Albaner-Vertreter über eine sich verschärfende Lage in den von den Rebellen besetzten Dörfern im Grenzgebiet zum Kosovo. Es fehle an Nahrungsmitteln und Medikamenten, berichteten Einwohner in Telefongesprächen mit Journalisten. Es müssten dringend Hilfslieferungen organisiert werden.