Mazedonien Der erste Tote der Nato
Die Nato bestätigte in Skopje den Tod des Soldaten. Es hieß, er sei auf dem Weg vom Flughafen in die Hauptstadt in seinem Fahrzeug mit Steinen attackiert und am Kopf getroffen worden. Offenbar verlor der Mann die Kontrolle über das Fahrzeug, woraufhin es zu einem Unfall kam. Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntagabend. Der Mann wurde zunächst in ein US-Militärhospital im Kosovo gebracht und dann nach Skopje verlegt, wo er um 4.40 Uhr seinen Verletzungen erlag. Die Angehörigen seien noch nicht informiert.
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Ob es sich bei den Tätern um Slawen oder Albaner handelte, ist noch unklar. Der britische Premierminister Tony Blair wurde am Montag über den Tod des Soldaten unterrichtet. Ein Sprecher sagte, Blair lasse sich an seinem Urlaubsort in Frankreich über das tragische Geschehen auf dem Laufenden halten.
Auch der geplante Beginn der Entwaffnung der albanischen Rebellen verzögerte sich am Montagmorgen. Ein Nato-Sprecher sagte, die Truppe warte noch auf die Bestätigung, dass die mazedonische Armee wie geplant ihre schweren Waffen aus den Kampfstellungen zurückgezogen habe. Am Mittag solle erneut beraten werden.
Unterdessen blockierten mazedonische Demonstranten bei Tetovo eine Straße. Die Zivilisten verhinderten mit ihrer Blockade den Abzug schwerer Waffen aus strategisch wichtigen Stellungen bei Kale westlich von Tetovo. Aus der mazedonischen Armee hieß es, damit werde sich der Abzug verzögern.
Die Nato wollte am Montag mit der Entwaffnung der albanischen Rebellen beginnen. Dabei sollen die Soldaten des Bündnisses in den kommenden Wochen 3300 Waffen einsammeln. Diese Zahl war von der Regierung in Skopje als zu niedrig kritisiert worden.
Die Operation "Essential Harvest" (Notwendige Ernte) findet unter britischem Oberbefehl statt. Der Bundestag will am kommenden Mittwoch darüber entscheiden, ob auch 500 Soldaten der Bundeswehr an dem Einsatz teilnehmen.