Mazedonien: Feuergefechte bedrohen Friedensplan - DER SPIEGEL
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Mazedonien Feuergefechte bedrohen Friedensplan

Nach heftigen Angriffen mazedonischer Truppen gegen albanische Rebellen haben sich die Chancen auf einen Frieden in Mazedonien weiter verschlechtert.
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Ein westlicher Beobachter wertete die Angriffe, die in der Nacht zum Sonntag im Norden erfolgten, als "die schwerste Offensive, die es gegeben hat". Polizei und Armee griffen die Albanerhochburg Tetovo an, zu Gefechten kam es auch bei Radusa an der Grenze zum Kosovo. "Es muss im Verborgenen eine massive Vorbereitung stattgefunden haben. Hier sollen noch vor der Unterzeichnung des Friedensabkommens militärisch Fakten geschaffen werden, weil es danach nicht mehr möglich ist," sagte der Beobachter.

Auch auf diplomatischer Ebene ging die mazedonische Regierung in die Offensive. Außenminister Ilinka Mitreva forderte Nato und EU in einem Brief auf, einzugestehen, dass das Chaos im Kosovo für die Krise in Mazedonien verantwortlich sei. Dies Argument nutzt die von den slowenischen Parteien kontrollierte Regierung in Skopje als Begründung dafür, dass es in Mazedonien selbst keinen politischen Reformbedarf gebe.

Die Chefs der großen mazedonischen und albanischen Parteien würden am Montag das mit Hilfe der EU und den USA ausgehandelte Friedensabkommen unterzeichnen, bekräftigte Regierungssprecher Antonio Milosowski noch am Samstag.

Durch die jüngste Eskalation der Kämpfe scheint eine Realisierung des Friedens jedoch erneut in Frage gestellt.