Mazedonien: Hält der Waffenstillstand? - DER SPIEGEL
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Mazedonien Hält der Waffenstillstand?

In Mazedoniens Albaner-Hochburg Aracinovo haben sich Regierungstruppen und Rebellen auf eine Feuerpause verständigt. Kurz vorher hatte es erneut Schießereien gegeben.
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Skopje - Obwohl beide Seiten den begrenzten Waffenstillstand bestätigten, war die Lage in dem Vorort von Skopje in der Nacht zum Montag weiter unklar. Das staatliche Fernsehen berichtete kurz vor Mitternacht, dass Truppen der Nato und Kfor sowie das Rote Kreuz mit dem Abtransport von Verwundeten und Toten begonnen hätten.

Zuvor waren trotz der Waffenruhe erneute Schießereien aus Aracinovo gemeldet worden. Dies wurde vom albanischen Rebellenkommandeur Hoxha jedoch bestritten. Regierungssoldaten hätten am späten Sonntagabend kurz geschossen, seine Leute das Feuer aber nicht erwidert, sagte Hoxha.

Die Rebellen gaben danach offenbar ihre Stellungen in Aracinovo auf. Rebellenkommandant Hoxha sagte, die Kämpfer hätten die Weisung zum Rückzug erhalten. Dass die Rebellen sich ergeben hätten, wie teilweise von Regierungsseite gemeldet, bestritt Hoxha allerdings. Seine Leute würden sich nur in den nahe gelegenen Ort Matajce zurückziehen, um dort auf die Ankunft von Nato-Truppen zu warten.

Der Außenpolitische Repräsentant der EU, Javier Solana, begrüßte die Feuerpause und äußerte die Hoffnung, dass diese auf alle Kampfgebiete ausgeweitet werde. Danach traf sich Solana mit Botschaftern westlicher Staaten in Skopje, bevor er nach Luxemburg startete, wo er heute an dem dort stattfindenden EU-Außenministerrat teilnehmen will. Die Außenminister wollen dabei über die Lage in Mazedonien mit Vertretern der slawischen und albanischen Parteien beraten und beide Parteien auffordern, ein Friedensabkommen zu schließen. Die mazedonische Außenministerin Ilinka Mitreva wird ebenfalls teilnehmen.