Mazedonien: Opposition beansprucht Wahlsieg - DER SPIEGEL
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Mazedonien Opposition beansprucht Wahlsieg

Noch vor der Auszählung aller Stimmen bei der Parlamentswahl in Mazedonien hat die Opposition den Wahlsieg für sich reklamiert. Man habe einen Vorsprung gegenüber dem Gegner, hieß es.
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Skopje - "Unsere Anhänger haben das Recht zu feiern", sagte der Sprecher der führenden oppositionellen Partei VMRO-DPMNE, Antonio Milosovski. Das national-demokratische Bündnis "Für ein besseres Mazedonien" habe in vier der sechs Wahlbezirke gewonnen. Die Koalition um die VMRO-DPMNE werde eine "überzeugende" Mehrheit im künftigen Parlament haben. Sie habe 55 der insgesamt 120 Sitze errungen und damit einen klaren Vorsprung vor der Koalition von Ministerpräsident Vlado Buckovski.

Die staatliche Wahlkommission bestätigte am späten Abend, dass nach Auszählung von nur 10 Prozent der abgegebenen Stimmen, die Opposition eindeutig in Führung ist. Auch die regierende Mitte-Links Partei SDSM bestätigte, dass die Opposition in zwei Wahlbezirken gesiegt habe. "Wir führen in zwei weiteren", sagte ein SDSM-Sprecher. In der Hauptstadt Skopje feierten bereits Anhänger der Opposition, vielerorts feuerten Feiernde in die Luft, berichteten Augenzeugen vor Ort.

Zuvor sagte ein Sprecher der Wahlkommission im Staatsfernsehen MTV, die Wahlen seien "demokratisch und fair" abgelaufen, es seien nur "geringere" Unregelmäßigkeiten registriert worden. Ähnlich äußerten sich auch die meisten Parteienvertreter. Die Wahlbeteiligung lag nach vorläufigen Angaben zwischen 50 und 60 Prozent der 1,7 Millionen Wahlberechtigten. Der Urnengang galt als Test für die politische Reife des Landes, das die Mitgliedschaft in der EU und in der NATO anstrebt.

fok/dpa/AFP

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