Medien Assad starb während Telefongespräch
Kairo/Beirut/Damaskus - Der syrische Präsident Hafis el Assad ist nach Medienberichten während eines Telefongesprächs mit seinem libanesischen Kollegen Emile Lahoud gestorben. Lahoud habe Assads Sohn Baschar über die letzten Worte des syrischen Präsidenten berichtet, meldete die ägyptische Nachrichtenagentur MENA am Samstag weiter.
"Es ist unser Schicksal, für unsere Kinder eine Zukunft aufzubauen, in der sie sich sicher fühlen. Und es ist unsere Pflicht, ihnen eine bessere Situation zu hinterlassen, als die, die wir geerbt haben", habe Assad zuletzt gesagt. Nach diesem Satz sei es plötzlich still geworden, berichtete Lahoud. "Später habe ich begriffen, dass es seine letzten Worte waren." Bei dem Gespräch sei es um die Lage in der Region gegangen.
Assad soll am kommenden Dienstag in seinem Heimatort Kardaha beigesetzt werden. Das verlautete am Samstag aus offiziellen libanesischen Quellen. Kardaha liegt etwa 300 Kilometer nördlich von Damaskus. In Syrien wurde nach dem Tod des Präsidenten eine 40-tägige Staatstrauer angeordnet. Assad war am Samstag im Alter von 69 Jahren nach langer Krankheit an einem Herzanfall gestorben. Sein Tod wurde am Nachmittag erst Stunden nach dem Tod im Parlament in Damaskus offiziell bekannt gegeben.