Menschenrechte: Gründer von Amnesty International gestorben - DER SPIEGEL
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Menschenrechte Gründer von Amnesty International gestorben

Vor 44 Jahren hatte er Amnesty International gegründet. Die Aktion war als eine einjährige Kampagne gedacht. Inzwischen ist AI die größte unabhängige Menschenrechtsorganisation. Nun ist Gründer Peter Benenson gestorben.
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London - Der 83-jährige Brite starb am Freitagabend in einem Krankenhaus in Oxford an einer Lungenentzündung, wie Amnesty heute an ihrem Sitz in London mitteilte. Benenson gründete Amnesty 1961, nachdem er einen Artikel über die Festnahme und Inhaftierung zweier portugiesischer Studenten gelesen hatte, die in einem Cafe in Lissabon einen Toast auf die Freiheit ausgebracht hatten. Portugal war damals noch eine Diktatur.

Ursprünglich war Amnesty nur als eine einjährige Kampagne gedacht. Inzwischen ist AI die größte unabhängige Menschenrechtsorganisation der Welt mit mehr als 1,8 Millionen Mitgliedern und Unterstützern. AI-Generalsekretärin Irene Khan erklärte in einer Würdigung, Benensons Leben sei ein mutiges Zeugnis seiner visionären Entschlossenheit, gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anzukämpfen. "Er hat Licht gebracht in die Dunkelheit der Gefängnisse, den Schrecken der Folterkammern und die Tragödie der Todeslager in der Welt."