Mexiko: WTO-Konferenz gescheitert - DER SPIEGEL
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Mexiko WTO-Konferenz gescheitert

Die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO in Cancún ist geplatzt. Der Grund für das Scheitern ist offenbar die unnachgiebige Haltung der Industriestaaten, die sich weigerten, ihre Agrarsubventionen abzubauen und Importe aus Entwicklungsländern zu erleichtern.
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Cancún - EU-Agrarkommissar Franz Fischler wurde im Konferenzzentrum mit den Worten zitiert, die Konferenz sei gescheitert. So äußerte sich auch ein Vertreter Kenias. Auch der argentinische Delegationschef Martin Redrado sagte: "Die Konferenz ist fehlgeschlagen. Es hat keine Vereinbarung gegeben." Damit sei das Ziel eines Abkommens zur Liberalisierung des Welthandels bis Ende 2004 nicht mehr erreichbar. Vertreter afrikanischer Länder hatten zuvor gesagt, im Streit mit den Industrienationen über Agrarsubventionen stehe die Konferenz am Rande des Scheiterns.

Hauptstreitpunkte der Welthandelsrunde sind die politisch hoch brisanten Agrar- und Exportsubventionen der reichen Staaten. Diese werden von den Entwicklungsländern als unrechtmäßige Handelsvorteile kritisiert.

Vertreter der so genannten Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) feierten im Konferenzzentrum im mexikanischen Cancún ihren vermeintlichen Sieg. Die WTO-Sitzung kann nur einstimmig zu einem Ergebnis kommen. Eine offizielle Bestätigung für den ergebnislosen Abbruch der fünftägigen Verhandlungen gab es zunächst nicht. Der Vorsitzende der Konferenz, der mexikanische Außenminister Luis Ernesto Derbez kündigte jedoch eine Erklärung an.