Militärattaché ermordet: Terrorgruppe bekennt sich zum Anschlag - DER SPIEGEL
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Militärattaché ermordet Terrorgruppe bekennt sich zum Anschlag

Zum Anschlag auf den britischen Diplomaten Stephen Saunders in Athen hat sich die griechische Terrororganisation "17. November" bekannt. Die USA warfen Griechenland unterdessen zu lasches Vorgehen gegen den Terrorismus vor.
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Athen/Washington - Senator Richard Shelby, Vorsitzender des US-Geheimdienstausschusses im Senat, kritisierte die Regierung in Athen: Er sei seit langem beunruhigt gewesen, dass Griechenland nichts gegen die Gruppe unternommen habe. Shelby verurteilte das Attentat als "feigen Mordanschlag".

Die griechische Terrororganisation "17. November" hat sich in einem Brief an die linksliberale Zeitung "Eleftherotypia" zum Mordanschlag auf den 52-jährigen britischen Militärattaché in Athen bekannt. Saunders sei wegen seiner Rolle im Kosovo-Konflikt ermordet worden, berichtete die Zeitung.

Außerdem übernahmen die Terroristen auch die Verantwortung für einen Angriff mit einer Panzerfaust auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen am 16. Mai vergangenen Jahres und eine Reihe von Bombenanschlägen auf Banken und Filialen ausländischer Institutionen. Beim Anschlag auf die Residenz des deutschen Botschafter war geringer Sachschaden am Dach des Gebäudes angerichtet worden. Niemand war damals verletzt worden.

Der britische Militärattaché Saunders war am Donnerstag in der griechischen Hauptstadt erschossen worden. Die Attentäter feuerten von einem Motorrad aus insgesamt vier Schüsse auf den Briten, der sich in seinem Wagen auf dem Weg in die britische Botschaft befand. Der Brigadegeneral starb drei Stunden später in einem Athener Krankenhaus.