Mini-Atomwaffen Rumsfeld will den Bunker Buster
Washington - Rumsfeld mache sich in einem Memorandum an das Energieministerium für eine Fortsetzung der Forschungsarbeiten am "Bunker Buster" stark, berichtet die "Washington Post". Das Projekt solle in die nächste Haushaltsvorlage von Präsident George W. Bush aufgenommen werden. Ein Beamter des Energieressorts bestätigte, dass der Entwurf tatsächlich höchstwahrscheinlich Ausgaben von rund 10,3 Millionen Dollar (etwa 7,9 Millionen Euro) zur Wiederaufnahme des Projekts enthalten werde. Er soll nächste Woche offiziell vorgestellt werden.
Die kleine Nuklearwaffe kann tief in den Erdboden eindringen und Bunker und unterirdische Tunnel durchschlagen. Die Forschungsarbeiten an der neuen Waffe hatten 2002 begonnen. Im vergangenen Jahr waren die Mittel dann aber vom Kongress gestrichen worden, nachdem Berechnungen ergeben hatten, dass eine Entwicklung des Bunker Busters bis 2009 mindestens 500 Millionen Dollar erfordern würde.
Experten hatten außerdem gewarnt, dass die Produktion einer neuen Generation von kleinen Atomwaffen, so genannte Mini-Nukes, für das Gefechtsfeld einen Nuklearkrieg "führbar" machen und einen neuen Rüstungswettlauf auslösen könnte.