Flucht nach Europa Dutzende Vermisste nach Bootsunglück im Mittelmeer
Rund 39 Seemeilen nordwestlich der marokkanischen Küstenstadt Al-Hoceima ist am Donnerstag ein Boot mit Flüchtlingen gekentert. Als ein spanisches Suchflugzeug das Unglück am Mittag entdeckte, hielten sich 15 Menschen an dem Boot fest. Sie wurden von der spanischen Seenotrettung aus dem Wasser gezogen und sollten die südspanische Küstenstadt Málaga gebracht werden. Mindestens 39 Menschen wurden vermisst.
Eine gerettete Frau habe ausgesagt, dass sich das Unglück am Donnerstag gegen 2 Uhr morgens (MEZ) ereignet habe, teilte der spanische Seerettungsdienst mit. Das Boot habe demnach mindestens 54 Insassen gehabt.
An der Suche nach den Vermissten waren nach Angaben des Seerettungsdienstes ein Flugzeug, ein Schiff und zwei Hubschrauber beteiligt. Die Umstände, die zum Kentern des Bootes führten, waren zunächst unklar.
Auch vor der griechischen Insel Lesbos wurde am Donnerstagabend weiter nach Überlebenden eines Schiffsunglücks gesucht. Küstenwache und Fischer hatten in einer dramatischen Rettungsaktion zuvor 242 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Bis zu 40 Menschen wurden zunächst vermisst.
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