Mutmaßliche Hackerangriffe: Russische Diplomaten verlassen die USA - DER SPIEGEL
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Mutmaßliche Hackerangriffe Russische Diplomaten verlassen die USA

Die USA haben ihnen 72 Stunden Zeit gegeben, jetzt haben die 35 russischen Diplomaten Washington verlassen. Obama-Nachfolger Donald Trump kritisierte den Schritt.
US-Präsident Barack Obama
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Foto: Pablo Martinez Monsivais / AP
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Die von den USA ausgewiesenen 35 russischen Diplomaten haben an Neujahr zusammen mit ihren Angehörigen die Rückreise nach Moskau angetreten. Russland brachte die insgesamt 96 Menschen mit einer Sondermaschine aus Washington zurück in ihre Heimat. Die US-Regierung hatte sie zuvor zu "unerwünschten Personen" erklärt.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte, dass die Russen Washington verlassen hätten. Damit hielten sie die 72-Stunden-Frist ein, die US-Präsident Barack Obama ihnen am Donnerstag zum Verlassen des Landes eingeräumt hatte. Obama hatte die Maßnahme als Strafe für russische Cyberattacken im US-Präsidentschaftswahlkampf bezeichnet, unter denen seine Demokratische Partei gelitten habe.

US-Geheimdienste vermuten, dass russische Hacker mit Billigung des Kreml in den vergangenen Monaten in das Computersystem der Demokratischen Partei von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eingedrungen waren und interne E-Mails an die Öffentlichkeit brachten, was Clintons Wahlkampf erheblich störte. Der Kreml weist die Vorwürfe zurück.

Auch bei Computerexperten sind die Vorwürfe der Amerikaner durchaus umstritten. Zweifel äußerte auch der künftige US-Präsident Donald Trump. Wer solche "schwerwiegenden" Vorwürfe gegen Russland erhebe, müsse "sicher sein", sagte er. Weil es sich bei Obamas Maßnahme vom Donnerstag um eine präsidentielle Anordnung handelt, könnte Trump den Schritt nach Amtsantritt rasch wieder rückgängig machen.

mja/AFP