Nach dem Attentat: Israelische Armee zieht sich zurück - DER SPIEGEL
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Nach dem Attentat Israelische Armee zieht sich zurück

Ungeachtet des Attentates auf einen Linienbus signalisiert die israelische Regierung ihre Bereitschaft zum Einlenken. Die Armee zog sich in der Nacht aus der Palästinenserstadt Kalkilia zurück.
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Jerusalem - Wie die israelische Tageszeitung "Haaretz" in ihrer Onlineausgabe berichtete, zogen sich die Soldaten und Panzer wieder auf israelisches Gebiet zurück. Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser hatte den Abzug aus den palästinensischen Gebieten am Sonntag angekündigt. Die Soldaten hätten die ihnen gestellte Aufgabe erfüllt, hieß es. Während der international scharf kritisierten Aktion hatten israelische Kommandos neun mutmaßliche palästinensische Extremisten getötet und mehr als 40 festgenommen.

Wie Außenminister Schimon Peres mitteilte, soll der Abzug auch aus den anderen Palästinenserstädten weitergehen. Man müsse aber in jedem Ort von Fall zu Fall entscheiden. "Ist es dort ruhig, werden wir abziehen", sagte Peres am Sonntagabend dem israelischen Fernsehen.

Die israelische Armee hält im Westjordanland noch die Städte Dschenin, Tulkarem, Ramallah und Nablus umstellt. Aus Bethlehem und Beit Dschalla hatte sie sich bereits in der vergangenen Woche zurückgezogen. Die Blockade der Städte erfolgte in Reaktion auf die Ermordung des israelischen Tourismusministers Rechawam Seewi Mitte Oktober.

Hamas bekennt sich zu Anschlag

Unterdessen wurde am späten Sonntagabend ein Todesopfer des Anschlags auf den Linienbus in Jerusalem beigesetzt. Das 16 Jahre alte Mädchen war von einem Palästinenser aus Hebron getötet worden, der am Sonntagnachmittag das Feuer auf den vorbeifahrenden Bus eröffnet hatte. Auch ein 13 Jahre alter Junge kam ums Leben. 45 Personen wurden verletzt. Zwei von ihnen schwebten auch am Montagmorgen noch in Lebensgefahr. Zu dem Anschlag hatten sich die extremistischen Organisationen Islamischer Dschihad (Heiliger Krieg) und Hamas bekannt.

Die palästinensische Führung verurteilte den Anschlag scharf und kündigte die Verfolgung der Täter an. Zugleich wies sie in einer am Sonntagabend in Gaza veröffentlichten Erklärung der israelischen Regierung die Schuld an der andauernden Gewalt zu. Für die sich verschlechternde Sicherheitslage sei die israelische Regierung verantwortlich, da sie sich für eine "Fortsetzung der Ermordung Unschuldiger und der Zerstörung von palästinensischen Einrichtungen" entschieden habe.



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