Nadschaf: Protestzug gegen Prediger Sadr - DER SPIEGEL
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Nadschaf Protestzug gegen Prediger Sadr

Rund 1000 Menschen sind in der irakischen Pilgerstadt Nadschaf auf die Straße gegangen, um gegen den schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr zu demonstrieren. Sie fordern einen Rückzug der Mahdi-Milizen.
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Bagdad - Die Demonstranten forderten, das Büro Sadrs müsse geschlossen werden. Ein Sprecher des radikalen Predigers warf den Teilnehmern am Protest vor, Spannungen schüren zu wollen. "Immer wenn es die Chance auf eine friedliche Lösung gibt, halten einige Leute Proteste ab, um die Situation zur Eskalation zu bringen", sagte Scheik Ali Smeisim.

Gestern waren irakische Soldaten in Nadschaf in den Amtssitz Sadrs eingedrungen. Die rund 60 Soldaten hatten den Auftrag, nach Waffen zu suchen. Sadr befand sich zum Zeitpunkt der Razzia nicht in dem Gebäude. In dem Gebäude seien keine Waffen gefunden worden, sagte ein irakischer Major. In Nachbarhäusern habe man aber Mörser und Munition sichergestellt.

Zuletzt war es im Bagdader Armenviertel Sadr-City zu schweren Kämpfen zwischen Einheiten der US-Armee und solchen der irakischen Regierung mit den Mahdi-Milizen Sadrs gekommen.

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