Nahost: Betlehem-Blockade aufgehoben - DER SPIEGEL
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Nahost Betlehem-Blockade aufgehoben

Auch wenn von Entspannung noch keine Rede sein kann, ist es immerhin ein erster Schritt in Richtung Normalisierung. Die israelische Armee hat in der Nacht zum Freitag die Blockade der autonomen palästinensischen Stadt Betlehem aufgehoben.
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Jerusalem - Damit solle christlichen Pilgern und Palästinensern der Zugang zu der Stadt während der Feiertage erleichtert werden, hieß es in einer Erklärung. Das orthodoxe Weihnachtsfest wird am 7. Januar gefeiert. Etwa 50 Prozent aller Christen im Heiligen Land gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an.

Für Palästinenserpräsident Jassir Arafat werden die Lockerungen jedoch nicht gelten. Er soll weiterhin am Betreten der Stadt gehindert werden, berichtete der israelische Rundfunk am Freitag. Die Regierung Ariel Scharon hatte ihm in der vergangenen Woche trotz starker internationaler Kritik am Heiligen Abend die traditionelle Teilnahme an der Mitternachtsmesse unmöglich gemacht. Arafat ist seit der Zerstörung seiner Hubschrauberflotte durch die israelische Luftwaffe gezwungen, in der Stadt Ramallah im Westjordanland zu bleiben.

Neues Attentat vereitelt

Erstmals seit dem Aufruf Arafats zum Gewaltverzicht vor knapp zwei Wochen versuchte ein Selbstmordattentäter unterdessen, einen Anschlag zu verüben. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, der Mann sei mit einem Sturmgewehr und einer Panzerabwehrrakete bewaffnet gewesen und habe sich am Freitag im Gazastreifen bei Netzarim einem Kontrollposten genähert. Soldaten erschossen den Angreifer und fanden anschließend, dass er einen Sprengstoffgürtel trug. Arafat hatte am 16. Dezember ein Ende der Anschläge gegen Israel gefordert. Daraufhin hatte die militante Organisation Hamas die Selbstmordanschläge ausgesetzt, der Islamische Dschihad unterließ jedoch eine ähnliche Ankündigung.

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