Nahost Clinton ist gescheitert
Washington - Clinton werde seine Bemühungen nicht aufgeben und sich nun in Telefongesprächen mit allen führenden Politikern der Region für eine Lösung einsetzen, sagte Jake Siewert, Sprecher des Weißen Hauses. Die beiden Treffen zwischen Arafat und Clinton seien nützlich und positiv gewesen. Siewert wollte aber nicht von Fortschritten bei der Suche nach einem Friedensabkommen sprechen. Arafat habe Anstrengungen zu einer Eindämmung der Gewalt versprochen, sagte Siewert und fügte hinzu: "Hier zählen keine Worte, sondern Taten."
Arafat habe vor allem die Flüchtlingsfrage und den Status von Jerusalem angesprochen, hieß es aus Kreisen der Palästinenser. Clintons Vorschlag sieht vor, dass ein künftiger Staat Palästina 95 Prozent des Westjordanlands und den gesamten Gazastreifen umfassen soll. Allerdings würde das Westjordanland von einem israelisch kontrollierten Korridor zwischen Jerusalem und dem Toten Meer geteilt werden. Israel soll den Palästinensern die Oberhoheit über den arabischen Ostteil von Jerusalem zugestehen. Im Gegenzug sollen die Palästinenser ihre Forderung nach einem Rückkehrrecht für alle Flüchtlinge aufgeben.