Nahost: "Der Kampf endet nicht mit dem Gipfel" - DER SPIEGEL
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Nahost "Der Kampf endet nicht mit dem Gipfel"

Im ägyptischen Badeort Scharm al-Scheich hat der Nahost-Krisengipfel begonnen. Die Bevölkerung sowohl in Israel als auch in den Autonomiegebieten ist jedoch ebenso wie die Politiker skeptisch.
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Scharm al-Scheich - Der ägyptische Präsident Husni Mubarak eröffnete das Treffen. An dem Gipfel nehmen neben Mubarak, US-Präsident Bill Clinton, Israels Ministerpräsident Ehud Barak sowie Palästinenser-Präsident Jassir Arafat teil. Die Atmosphäre zwischen den Politikern sei sehr gespannt, hieß es in Teilnehmerkreisen.

Der Krisengipfel wurde überschattet von neuen Protesten. Nach Arafats Abflug aus Gaza sammelten sich Anhänger der radikal-fundamentalistischen Hamas-Organisation in der Innenstadt von Gaza, um gegen die Gipfelkonferenz zu protestieren. Im Westjordanland hatte der Führer der dortigen Fatah-Jugendorganisation, Marwan Barguti, bereits am Sonntag zu einer "friedlichen Demonstration" gegen Arafats Teilnahme aufgerufen.

Die Erwartungen an den Gipfel sind gering. "Wir sind so oft zu Gipfeln erschienen und haben Abkommen mit den Palästinensern unterzeichnet, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben stehen, also was soll ein weiterer Gipfel bringen", sagte zum Beispiel Eljakim Lewanon aus der jüdischen Siedlung Elon Moreh im Westjordanland. Israel solle stattdessen die palästinensische Polizei entwaffnen, der man nicht länger trauen könne.

Viele frustrierte Palästinenser glauben dagegen, Arafat werde während der Gipfels gezwungen, ein für sein Volk ungünstiges Abkommen zu unterzeichnen. "Der Kampf endet nicht mit dem Gipfel oder mit Worten. Dies ist erst der Anfang, weil es um unser Schicksal geht", sagte der Palästinenser Nader Jabari in Hebron. Er bezeichnete die USA als Teufel und erklärte, die Palästinenser würden sich nicht mit weniger als einem eigenen Staat zufrieden geben.

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