Nahost Gezerre um Palästinenser-Staat
Jerusalem - Der palästinensische Planungsminister Nabil Schaath lehnte die Aussage Scharons strikt ab. Das Angebot sei es nicht einmal wert, geprüft zu werden, sagte er am Samstag. "Das ist alles dummes und lächerliches Gerede." Die Aussage Scharons störe den Friedensprozess.
Scharon hatte am Freitag der Tageszeitung "Maariv" gesagt, er sei im Rahmen eines partiellen Friedensabkommen zu einem weiteren kleinen Truppenabzug aus dem Westjordanland bereit. Mit einem dritten Rückzug sei es möglich, für den palästinensischen Staat etwa 42 Prozent des Westjordanlandes freizumachen, sagte Scharon.
Dieser Staat müsse jedoch im Gegensatz zur heutigen Situation entwaffnet werden, nur Polizisten dürften Waffen tragen. Scharons Vorgänger Ehud Barak hatte den Palästinensern einen Staat in 95 Prozent des Westjordanlands angeboten. Der palästinensische Präsident Jassir Arafat fordert für sein Volk das gesamte Westjordanland, den Gazastreifen und den arabischen Ostteil Jerusalems.
Neue Luftangriffe
Die israelische Luftwaffe griff am Samstag vermutete Stellungen der islamischen Untergrundorganisation
Hisbollah im Südlibanon an. Ein Sprecher der israelischen
Streitkräfte erklärte, Kampfflugzeuge hätten Ziele in der Region
angegriffen, nachdem Hisbollah-Kämpfer einen Posten der israelischen
Armee attackiert hätten. Die Rebellen trafen einen israelischen
Panzer mit einer Rakete und töteten einen Soldaten, wie aus
Militärkreisen verlautete.