Nahost: Hamas und Fatah tauschen Geiseln aus - DER SPIEGEL
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Nahost Hamas und Fatah tauschen Geiseln aus

Die Versöhnungsbemühungen zwischen der Hamas und der Fatah zeigen weitere Erfolge: Die beiden rivalisierenden Palästinensergruppen haben am Abend mit dem Austausch ihrer Geiseln begonnen. Das teilten beide Organisationen mit.
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Gaza - Bei den Geiseln handelt es sich um Kämpfer der Hamas und der Fatah, die von der jeweils anderen Seite in den vergangenen Tagen gefangen genommen worden waren. Der neue Waffenstillstand trat am Dienstag um 02.00 Uhr MEZ in Kraft. Danach waren aber immer noch vereinzelt Schüsse und Explosionen zu hören.

Die Waffenruhe wurde für die Hamas von Ministerpräsident Ismail Hanija und für die Fatah von einem Gesandten des Präsidenten Mahmud Abbas, Rauhi Fattuh, ausgehandelt. Wie Außenminister Mahmud Sahar anschließend bekannt gab, sieht die Vereinbarung vor, dass die Milizen beider Seiten Straßensperren räumen und auf ihre Stützpunkte zurückkehren müssten. Ferner sollten die Verdächtigen für Mordanschläge den Behörden übergeben und alle Geiseln freigelassen werden. Deren Zahl wurde auf ein Dutzend geschätzt.

Beobachter äußerten allerdings Zweifel an der Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen. In der Vergangenheit seien Feuerpausen häufig dazu genutzt worden, sich auf die nächste Gefechtsrunde vorzubereiten, hieß es. Bei den innerpalästinensischen Kämpfen in den vergangenen fünf Tagen wurden insgesamt 35 Menschen getötet.

Seit Beginn der Eskalation Anfang Dezember kamen schon mehr als 60 Palästinenser ums Leben.

reh/AP

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