Nahost: Hamas verneint Existenzrecht Israels - DER SPIEGEL
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Nahost Hamas verneint Existenzrecht Israels

Die radikal-islamistische Palästinenserorganisation Hamas will Israel weiterhin nicht anerkennen. Dies bekräftigte ein Sprecher der Organisation. Zuvor hatte der Exil-Führer von Hamas Israel als "Tatsache" bezeichnet, was als Aufweichung der radikalen Position interpretiert worden war.
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Gaza - "Es gibt keine Veränderung der Politik unserer Gruppe hinsichtlich einer Anerkennung Israels", sagte Hamas-Sprecher Ismail Radwan. Der Exilchef von Hamas, Chalid Maschaal, hatte gestern gesagt, der Staat Israel sei eine Tatsache, deren Anerkennung man nach Einrichtung eines Palästinenserstaates erwägen könne. Hamas stellt die Regierung in den Palästinensergebieten.

Maschaals Äußerungen waren als eine mögliche Positionsänderung der Hamas interpretiert worden, die bislang stets Israel von der Landkarte tilgen wollte. Die Hamas-Charta fordert die Einrichtung eines islamischen Staates an Israels Stelle vom Mittelmeer bis zum Jordan-Fluss. Radwan bezeichnete den Eindruck, dass sich diese Haltung geändert habe, nun als Missverständnis. Maschaal habe Israel als "Tatsache" bezeichnet, dies impliziere jedoch keine Anerkennung des Staates.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte zurückhaltend auf die Äußerungen von Maschaal reagiert. In Peking sagte Olmert zu der Aussage, dass Israel eine Tatsache sei: "Soll das bedeuten, das wir es bisher nicht waren? Wird von mir erwartet, dass ich überprüfe, was er gesagt hat? Wird von mir erwartet, dass ich lese, was er sagt?"

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas rief sein Volk unterdessen zur Einheit auf. Ein Bürgerkrieg der palästinensischen Milizen dürfe nicht erlaubt werden, sagte Abbas in Ramallah vor zehntausenden Anhängern seiner Fatah-Organisation. Der Kampf müsse der israelischen Besatzung gelten.

Hamas und Fatah sind in einen blutigen Machtkampf verstrickt, bei dem es vor allem im Gazastreifen immer wieder heftige Schießereien gibt.

jaf/dpa/rtr/AFP

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