Nahost: Krisengipfel soll Ende der Gewalt bringen - DER SPIEGEL
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Nahost Krisengipfel soll Ende der Gewalt bringen

Mit einem Nahost-Gipfel am Montag in Ägypten wollen der palästinensische Präsident Jassir Arafat und der israelische Ministerpräsident Ehud Barak den Friedensprozess retten.
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Jerusalem - Das internationale Treffen im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich soll die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern beenden. Ägyptens Staatschef Husni Mubarak sagte am Samstag, an dem für Montag geplanten Gipfel wollten unter anderem US-Präsident Bill Clinton, Palästinenserpräsident Jassir Arafat und Israels Ministerpräsident Ehud Barak sowie Uno-Generalsekretär Kofi Annan teilnehmen. Die EU wird vom Beauftragten für die Außen- und Sicherheitspolitik der Gemeinschaft, Javier Solana, vertreten.

Clinton erklärte, er sei erfreut, dass Barak und Arafat die Einladung Mubaraks angenommen hätten. Hauptziel sei es, die Sicherheit in der Region wieder herzustellen. Annan sagte in Jerusalem, Arafat habe die Einladung nach Scharm el Scheich "ohne Vorbedingungen" angenommen. Dies habe Arafat ihm telefonisch versichert.

Die Vorbereitungen für den Gipfel laufen auf Hochtouren

Annan reiste bereits am Samstag nach Ägypten, um dort bei der Vorbereitung des Gipfels zu helfen. Nach ägyptischen Angaben wird in Scharm el Scheich auch mit der Teilnahme von König Abdullah von Jordanien sowie des EU-Beauftragten für die Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, und des spanischen Regierungschefs José Maria Aznar gerechnet. Aus Russland und Frankreich werden die Außenminister Igor Iwanow und Hubert Védrine erwartet.

Mubarak begründete die rasche Einberufung des internationalen Krisengipfels mit der raschen Verschlechterung der Lage nach den israelischen Militärangriffen auf die Palästinenser. "Wir müssen die Palästinenser vor dieser abscheulichen Aggression und der eskalierenden Gewalt retten", sagte Mubarak. Er sagte, alle arabischen Führer stimmten überein, dass der Aggression Israels ein Ende gesetzt und das Leben der Palästinenser gerettet werden müsse.

Die Erwartungen der USA an den Krisengipfel wurden von Regierungskreisen in Washington als bescheiden bezeichnet. Wichtigstes Ziel sei es, Barak und Arafat wieder an einen Tisch zu bringen. Beide Seiten müssten die Gewalt der letzten Wochen eindeutig verurteilen und mittelfristig zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen bereit sein. Die USA könnten anbieten, eine Untersuchungskommission zu den Ursachen des Gewaltausbruchs zu leiten.

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