Nahost Panzer rollen erneut nach Ramallah
Ramallah - Bei einem Bombenanschlag auf einen israelischen Panzer im Gaza-Streifen und bei neuen Kämpfen in Ramallah sind im Westjordanland am Donnerstagmorgen mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Außerdem wurde die Leiche eines Israelis gefunden, der seit Mittwoch vermisst worden war. Nach Angaben des israelischen Rundfunks wurden bei einem Anschlag auf einen Konvoi im Gaza-Streifen drei Israelis getötet und zwei weitere verletzt.
Offenbar als Reaktion kehrten israelische Panzer in die autonome Palästinenserstadt Ramallah im Westjordanland zurück, die sie zuvor im Rahmen eines Teilrückzuges verlassen hatten. Bei neuen Gefechten zwischen der israelischen Armee und bewaffneten Palästinensern wurden nach palästinensischen Angaben in Ramallah drei Polizisten und ein Mitglied der Fatah-Bewegung getötet.
Die Palästinenser-Führung hat angesichts der anhaltenden Militäroffensive Israels vor einem Scheitern der Mission von Anthony Zinni gewarnt. Die Weigerung Israels, sich aus den autonomen Palästinensergebieten zurückzuziehen, drohe die Aufgabe Zinnis schon vor Beginn scheitern zu lassen, sagte Nabil Abu Rudeina, der Berater von Palästinenserpräsident Jassir Arafat am Donnerstag in Ramallah. Rudeina warf Israel vor, die internationale Gemeinschaft gering zu schätzen. Die Palästinenser gäben ihren Widerstand gegen die Besatzung nicht auf.
Die Palästinenserregierung lehnte heute jegliche Treffen mit Israel ab, solange die Armee nicht aus den besetzten Gebieten abziehe. "Es wird keine Verbindungen oder irgendwelche Treffen mit Israelis geben, bis diese ihre Aggression stoppen und sich von allen Städten, darunter Betlehem und Ramallah und Städten im Gaza-Streifen zurückziehen", sagte der Berater von Palästinenser-Präsident Arafat, Nabil Abu Rudeina.