Nahost: Säbelrasseln in Syrien - DER SPIEGEL
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Nahost Säbelrasseln in Syrien

Der syrische Generalstabschef Hassan Turkmani hat die Soldaten des arabischen Landes zu höchster Wachsamkeit aufgerufen. Das syrische Militär solle stets bereit sein, "um auf jeden möglichen Angriff" von Seiten Israels reagieren zu können.
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Damaskus - Israel versuche seine heimische Krise über die Grenze hinweg nach Syrien zu transportieren und Syrien damit zu belästigen, sagte Turkmani. Er spielte damit auf den jüngsten israelischen Angriff auf ein angebliches Terroristenlager in Syrien an. Israel und die USA versuchten, Syrien und anderen arabischen Staaten "ihren Willen aufzuzwingen", fügte der Generalstabschef bei einer Feierstunde in Damaskus hinzu.

Das US-Repräsentantenhaus hatte sich am Mittwoch mit überwältigender Mehrheit für Sanktionen gegen Syrien ausgesprochen, mit denen die Regierung unter Präsident Baschar al-Assad für ihre angebliche Unterstützung des internationalen Terrorismus bestraft werden soll.

Bevor diese Sanktionen in den Bereichen Wirtschaft, Diplomatie und Reisefreiheit Gesetz werden, muss der US-Senat noch zustimmen. Außerdem muss Präsident George W. Bush das Gesetz unterzeichnen, womit in den kommenden Wochen gerechnet wird. Politische Beobachter in Syrien kritisierten das Sanktionsgesetz am Donnerstag scharf. Der Politologe Haitham Kilani sprach von einer weiteren Verschlechterung der syrisch-amerikanischen Beziehungen. Der Chefredakteur der Zeitung der regierenden Baath-Partei, Mahdi Dachlallah, sprach von einem "neuen Druckmittel der amerikanischen Führung", das Syriens Führung aber nicht zu einer Abkehr von ihren Prinzipien veranlassen könne.

Nach einem Selbstmordanschlag im israelischen Haifa hat Israel Anfang Oktober einen Luftangriff auf ein syrisches Gelände in der Nähe der Hauptstadt Damaskus geflogen. Dort würden palästinensische Attentäter ausgebildet, erklärte die israelische Regierung. Syrien wies den Vorwurf zurück. 30 Jahre lang war Israel nicht mehr so weit auf syrisches Gebiet vorgedrungen. Der Angriff weckte die Furcht, der militärische Konflikt zwischen den beiden Nachbarn breche wieder auf. Syrien und Israel haben keinen Friedensvertrag unterzeichnet.

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