Nahostkonflikt: Peres und Arafat treffen sich angeblich Dienstag - DER SPIEGEL
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Nahostkonflikt Peres und Arafat treffen sich angeblich Dienstag

Nach Informationen des spanischen Außenministers werden Schimon Peres und Jassir Arafat schon am Dienstag für ein erstes Gespräch seit längerer Zeit aufeinander treffen. Die israelische Regierung hingegen betonte, dass sie die Zusammenkunft auf Grund der jüngsten Terroranschläge ablehne.
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Spaniens Außenminister Josep Piqué hat ungeachtet aller Spekulationen bekräftigt, Israels Außenminister Schimon Peres werde wahrscheinlich am Dienstagabend mit Palästinenserführer Jassir Arafat zusammenkommen. Das Gespräch solle an der Grenze zwischen Israel und den besetzten Gebieten stattfinden, sagte Piqué dem staatlichen spanischen Fernsehen TVE. Die Palästinenser hatten ursprünglich auf einem Treffen in Ägypten bestanden, was von Israel jedoch zurückgewiesen wurde.

Schimon Peres habe sich am Mittag telefonisch mit dem spanischen Minister in Verbindung gesetzt, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf diplomatische Kreise.

Regierung gegen eine Zusammenkunft

Die israelische Regierung hat unterdessen wegen der Serie von Terroranschlägen palästinensischer Extremisten sofortige Verhandlungen zwischen Außenminister Schimon Peres und Palästinenserführer Jassir Arafat über eine Waffenruhe im Nahostkonflikt abgelehnt.

Ministerpräsident Ariel Scharon hat aus seiner persönlichen Ablehnung der Kontakte zu Arafat keinen Hehl gemacht. Arafat wiederum bestätigte am Montag, er habe Peres in Kooperation mit der EU ein Gesprächsangebot unterbreitet. "Bis heute warten wir auf seine Antwort", sagte Arafat.

Anschläge belasten Treffen

Nach Angaben des israelischen Rundfunks hatte die Autonomiebehörde ein solches Treffen bereits für diesen Montag in Kairo oder Taba vorgeschlagen. Bei drei Terroranschlägen hatten palästinensische Extremisten am Sonntag in Israel und im Westjordanland fünf Israelis getötet. Zwei palästinensische Selbstmordattentäter kamen dabei ums Leben.

Ein Sprecher des Bundesaußenministeriums sagte am Montag, dass es für das ursprünglich von Außenminister Joschka Fischer vermittelte Gespräch nach wie vor keinen Termin gebe. Dennoch wurde nicht ausgeschlossen, dass sich beide Politiker trotz der jüngsten Terrorwelle bereits in den kommenden Tagen in der Nahostregion treffen werden. Die Berichte, wonach beide ihren politischen Dialog bereits an diesem Dienstag aufnehmen werden, konnte das Ministerium nicht bestätigen.

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