Nahostkonflikt Sechs Palästinenser im Gaza-Streifen getötet
Gaza-Stadt - Nach Angaben der israelischen Armee handelt es sich bei vier Toten um palästinensische Schützen. Augenzeugen berichteten, ein Bewohner habe den Extremisten helfen wollen und sei von Kugeln der israelischen Armee tödlich getroffen worden. Zudem sei eine Frau ums Leben gekommen, die vor ihrem Haus die Schießerei beobachtet habe.
Bei der Militäroperation in Bet Chanun sind nach palästinensischen Angaben zudem zehn Palästinenser verletzt worden. Bei den heftigen Gefechten seien auch drei Israelis verwundet worden, hieß es beim israelischen Militär. Unter den Toten sei ein Mitglied der radikalen Palästinenserorganisation Hamas und drei weitere militante Palästinenser. Ziel der Militäraktion sei die Zerstörung von Abschussvorrichtungen für "Kassam"-Raketen gewesen.
Bei einem Truppenvorstoß mit Panzern und Planierraupen in das Flüchtlingslager Chan Junis im südlichen Gaza-Streifen seien mehrere Palästinenser verletzt worden. Nach israelischen Militärangaben sollten leer stehende Gebäude zerstört werden, die militante Palästinenser als Deckung für Überfälle auf Soldaten nutzten.
Vor zehn Tagen war die israelische Armee mit gepanzerten Fahrzeugen in die Region eingerückt und gegen militante Palästinenser vorgegangen, die ihre selbstgefertigten "Kassam"-Raketen auf eine nahe gelegene israelische Stadt gefeuert hatten.