Nahostverhandlungen: Freundliche Atmosphäre, aber keine Ergebnisse - DER SPIEGEL
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Nahostverhandlungen Freundliche Atmosphäre, aber keine Ergebnisse

Die erste Runde der israelisch-syrischen Friedensgespräche in den USA ist offenbar ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Es habe eine ganze Reihe positiver Bewegungen, aber keinerlei Vereinbarungen gegeben, hieß es aus dem US-Außenministerium.
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Shepherdstown - Mehrere Stunden hatte US-Präsident Bill Clinton mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und dem syrischen Außenminister Faruk al-Scharaa verhandelt. Bei einem gemeinsamen Abendessen in einer freundlichen Atmosphäre seien alle offenen Fragen eines Friedensabkommens zwischen beiden Staaten angesprochen worden, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, James Rubin.

Barak und Scharaa würden zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammenkommen, sagte Rubin. Ob die Gespräche inzwischen auf Expertenebene fortgesetzt werden, sei noch offen. Die Delegationen würden auch noch abklären, ob es am Montag eine Stellungnahme zum Abschluss dieser Verhandlungsrunde geben wird.

Vor dem Spitzentreffen waren in dem abgeschirmten Tagungshotel in West Virginia erstmals alle vier Expertengruppen der beiden Seiten unter US-Vermittlung zusammen gekommen. Sie sollen auf der Grundlage eines amerikanischen Arbeitspapiers die besonders strittigen Fragen zwischen Israel und Syrien erörtern und den Rahmen eines Friedensabkommens vorbereiten. Dabei geht es vor allem um den Rückzug Israels von den Golanhöhen, Sicherheitsgarantien, die künftige Grenzziehung und den Zugang zu Wasserreserven.

US-Diplomaten hatten schon zu Beginn der Verhandlungen vor zu großen Erwartungen an diese Runde gewarnt. Für einen Durchbruch sei es noch zu früh. Allein die Tatsache, dass führende Politiker beider Staaten nach Jahrzehnten feindlicher Auseinandersetzungen miteinander sprächen und Interesse an einem Friedensabkommen bekundeten, sei schon ein Erfolg, hieß es aus US-Kreisen.