Südafrikas Ex-Präsident Mandela verlässt Krankenhaus
Nelson Mandela mit seiner Ehefrau Graca Machel im Mai 2011: Gesundheit verschlechtert
Foto: Elmond Jiyane/ APJohannesburg - Am zweiten Weihnachtstag wurde der ehemalige Präsident Südafrikas Nelson Mandela aus dem Krankenhaus entlassen. Der 94-Jährige habe die Klinik, in der er wegen einer Lungeninfektion behandelt wurde, am Mittwochabend verlassen, teilte das Büro von Staatschef Jacob Zuma mit. Der Friedensnobelpreisträger werde jetzt weiter Zuhause in Hougton in Johannesburg medizinisch versorgt, "bis er sich vollkommen erholt hat".
Der Anti-Apartheitskämpfer und Friedensnobelpreisträger war am 8. Dezember ins Krankenhaus eingeliefert worden. Grund war eine Lungenentzündung. Anschließend wurden ihm mehrere Gallensteine entfernt. Es war der längste Aufenthalt des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas in einem Krankenhaus seit seiner Freilassung aus dem Gefängnis 1990.
Mandelas Gesundheit hatte sich in den vergangenen Jahren verschlechtert: Schon im Februar war er wegen eines Magenleidens im Krankenhaus behandelt worden. Anfang 2011 war er mehrere Tage lang in einer Klinik. Seither hat er sich größtenteils aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt in seinem Heimatort Qunu im Südosten des Landes.
Mandela leidet seit seiner Zeit als politischer Gefangener, wo er sich Tuberkulose zuzog, an Lungenproblemen. Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheid-Regime verbrachte er 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Im Februar 1990 wurde er entlassen - das Ende der Apartheid war gekommen. 1994 gewann Mandelas ANC mit überwältigender Mehrheit die ersten freien Wahlen in Südafrika. Mandela wurde Staatspräsident und blieb bis 1999 im Amt. 2004 zog er sich ganz aus der Politik zurück.