Nepal 200 Aufständische getötet
Kathmandu - Sicherheitskräfte hätten nach den Kämpfen in einem Urwald im Bezirk Kailali im Südwesten des Landes zwar nur die Leichen von sechs Rebellen gefunden, berichtete der nepalesische Rundfunk heute unter Berufung auf das Militär. Es seien jedoch mindestens 200 Rebellen ums Leben gekommen. Deren Leichen hätten ihre Kameraden offenbar wie üblich fortgeschafft. Bei der Auseinandersetzung im Urwald von Masuria wurden demnach auch 13 Soldaten und ein Polizist getötet.
Zu den Kämpfen kam es den Angaben zufolge am Montagabend, wenige Stunden nachdem die Rebellen rund 500 Kilometer entfernt einen Anschlag auf einen Reisebus verübt hatten. Für den Bombenanschlag, bei dem 36 Menschen starben, entschuldigten sich die Aufständischen am Dienstag. Die Tötung von Zivilisten sei "ein schwerer Fehler" gewesen.
Die Maoisten kämpfen für die Schaffung eines kommunistischen Regimes in Nepal. Der Konflikt kostete bislang mehr als 11.500 Menschen das Leben.