Nepal: Blutiges Wochenende - DER SPIEGEL
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Nepal Blutiges Wochenende

Der Bürgerkrieg im Himalaya-Staat Nepal nimmt kein Ende. Am Wochenende töteten Sicherheitskräfte Rebellen, während die maoistische Guerrilla einen Bus mit Polizisten in die Luft sprengte.
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Katmandu - Im Osten Nepals waren am Sonntag elf Polizisten bei einer Minenexplosion ums Leben gekommen. Im Westen des Himalaya- Königreichs töteten Sicherheitskräfte mindestens zwölf maoistische Rebellen. Am späten Nachmittag hieß es nach übereinstimmenden Berichten aus offiziellen Quellen und aus Medien, am Wochenende seien bei Kämpfen und Anschlägen mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen.

Der Radiosender Kantipur FM berichtete, insgesamt 15 Beamte seien in einem Kleinbus unterwegs gewesen, als sie im Mahottari- Bezirk, rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu, auf eine elektrische Mine fuhren. Elf Polizisten, darunter ein Inspektor starben, die übrigen vier wurden verletzt.

Stunden zuvor hatten Sicherheitskräfte im Dailekh-Bezirk, rund 400 Kilometer westlich von Kathmandu, ein Versteck der Rebellen angegriffen. Sie töteten dabei sechs Aufständische, darunter den unter dem Namen Rupantar bekannten Chef der maoistischen "Volksregierung". Weitere Rebellen seien bei Suchaktionen in dem Gebiet von einem Militärhubschrauber aus erschossen worden, sagten Sicherheitsbeamte.

Die Maoisten kämpfen seit acht Jahren für ein kommunistisches Regime in Nepal. Nach Schätzungen wurden dabei bislang mehr als 9000 Menschen getötet.