Auflösung des Parlaments Malaysier müssen neu wählen
Malaysias Premier Najib Razak: Parlament aufgelöst
Foto: AP/dpaKuala Lumpur - Malaysias Premierminister Najib Razak hat am Mittwoch das Parlament aufgelöst und damit den Weg für Neuwahlen freigemacht. Es geht um 222 Sitze im Parlament - und darum, wer den nächsten Premier stellt.
Erstmals seit der Unabhängigkeit 1957 könnte die regierende Nationale Front ihre Mehrheit verlieren. Die Opposition rechnet sich Chancen aus und gibt sich zuversichtlich. Die Wahlen werden daher mit Spannung erwarteten.
Zur Wahl stehen neben dem nationalen Parlament die Volksvertretungen der Einzelstaaten. Es gibt rund 13,3 Millionen Wahlberechtigte. Bei der Wahl 2008 hatte die Nationale Front (Barisan Nasional) zum ersten Mal ihre Zweidrittelmehrheit verloren. Stärkste Oppositionskraft ist die von Anwar Ibrahim geführte Volksallianz (Pakatan Rakyat).
Die Wahlbehörde des südostasiatischen Landes muss nun den Wahltermin festlegen. Beobachter glauben, dass Ende April abgestimmt werden könnte.
An Malaysias Börse gaben die Kurse nach der Bekanntgabe der Parlamentsauflösung deutlich nach. Najib sagte, Malaysias König habe der Auflösung des Parlaments bereits zugestimmt.