Reaktion auf Militärmanöver Nordkorea droht mal wieder mit atomarem Erstschlag
Kim Jong Un mit Militärs beim Besuch einer Schweinefarm
Foto: KCNA/ REUTERSBegleitet von wütenden Drohungen aus Nordkorea haben die Streitkräfte Südkoreas und der USA ein gemeinsames Manöver gestartet. Beim kleinsten Anzeichen einer Aggression würde "die Hochburg der Provokation in einen Haufen von Asche durch einen präventiven Nuklearangriff in koreanischem Stil" verwandelt, teilte ein Sprecher von Nordkoreas Volksarmee mit.
An dem zu Wochenbeginn gestarteten alljährlichen Militärmanöver "Ulchi Freedom Guardian" nehmen 50.000 südkoreanische und 25.000 US-Soldaten teil. Seoul und Washington betonen, dass die gemeinsame Übung rein defensiven Charakter habe. Die Beteiligten spielen bei dem zweiwöchigen Manöver das Szenario einer nordkoreanischen Invasion durch. Die Übung ist zu großen Teilen computersimuliert.
Nordkorea reagiert auf jedes dieser regelmäßigen Manöver mit aggressiver Kriegsrhetorik. Verschärft werden die Spannungen in diesem Jahr durch den Konflikt um eine Reihe von nordkoreanischen Überläufern, die im Süden Zuflucht suchten.
Video: Nordkorea droht mit atomarem Erstschlag
Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye wertete diese Fluchten als Beleg für innere Wirren in der Diktatur von Kim Jong Un. Auf einer Kabinettssitzung warnte sie vor gewaltsamen Reaktionen des Nordens. "Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass Nordkorea Terrorangriffe und Provokationen unternimmt, um interne Unruhen abzublocken, weitere Fahnenfluchten zu verhindern und Verwirrung bei uns zu stiften." Die südkoreanische Armee stehe bereit, um in einem solchen Fall "hart zurückzuschlagen", sagte Park.