Nordkorea feuert Raketen ab - Japan spricht von "ernster Bedrohung" - DER SPIEGEL
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"Ernste Bedrohung für Japan" Nordkorea feuert offenbar erneut Raketen ab

Das Regime in Pjöngjang hat offenbar zwei Raketen in Richtung Meer abgefeuert. Eine davon explodierte laut US-Militär kurz nach dem Start. Japan und Südkorea reagieren besorgt auf das Manöver.
TV-Übertragung des Raketentests
TV-Übertragung des Raketentests

TV-Übertragung des Raketentests

Foto: Ahn Young-joon / AP
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Das südkoreanische Militär und die japanische Regierung haben einen neuen Raketentest Nordkoreas kritisiert: Wie Armeevertreter in Seoul berichteten, feuerte das Regime in Pjöngjang am Mittwoch eine ballistische Rakete vom Nordwesten des Landes aus in Richtung des Japanischen Meers (Ostmeer) ab.

Demnach war es der vierte Test in rund zwei Wochen. Es soll sich den Angaben zufolge um eine Rodong-Mittelstreckenrakete gehandelt haben, die etwa 1000 Kilometer weit geflogen und dann ins Meer gestürzt sei. Das US-Militär meldete, man habe den Start von zwei Raketen registriert, eine davon sei allerdings nach kurzer Zeit explodiert.

Das Manöver sei eine "ernste Bedrohung" für die Sicherheit Japans gewesen, sagte der Verteidigungsminister des Landes, Gen Nakatani. Das bestätigte auch Premierminister Shinzo Abe. Vom Militär in Südkorea hieß es, der Vorfall zeige Nordkoreas "Ambitionen, Nachbarländer anzugreifen".

In den vergangenen Wochen führte das Regime in Pjöngjang mehrere Raketentests durch, unter anderem auch von einem U-Boot. Damit verstieß es wiederholt gegen Uno-Resolutionen.

Seoul und Washington hatten vor wenigen Wochen gemeinsame Pläne für die Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Südkorea verkündet: Der Raketenschild THAAD richte sich einzig gegen Nordkorea, hatten die Verteidigungsministerien beider Länder erklärt. Der Norden hatte daraufhin mit "Gegenaktionen" gedroht.

aar/Reuters/AP