Nuklearstreit: Iran verteidigt Atomprogramm als legal - DER SPIEGEL
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Nuklearstreit Iran verteidigt Atomprogramm als legal

Im Streit um das iranische Atomprogramm sind die Fronten verhärtet. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat Kritik an dem umstrittenen Projekt erneut zurückgewiesen. Die USA wollen, dass sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit der Angelegenheit befasst.
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New York/Washington - Wenige Stunden vor seiner geplanten Rede vor der Uno- Generalversammlung in New York zeigte sich Ahmadinedschad in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN wenig kompromissbereit. Iran habe die Mittel, seine Rechte zu verteidigen, falls das Land vor den Uno-Sicherheitsrat gebracht werden sollte, sagte Ahmadinedschad.

Der Präsident wich jedoch der Frage aus, ob dazu auch eine Verknappung der Ölexporte gehören könnte. Der Ahmadinedschad warf den USA vor, böse Absichten gegen Iran zu verfolgen. Sein Land habe keinerlei andere Erwartungen.

Die Rede des iranischen Präsidenten könnte Diplomaten zufolge darüber entscheiden, ob schon in der nächsten Woche der Sicherheitsrat eingeschaltet wird. Dies könnte der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bei einem Treffen am Montag beschließen.

US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die Vereinten Nationen zuvor zu einem harten Vorgehen gegen den Iran aufgefordert. Wenn diplomatische Möglichkeiten erschöpft seien, müsse der Sicherheitsrat eingeschaltet werden, sagte Rice in ihrer ersten Rede vor der Uno-Vollversammlung.

"Es muss möglich sein, mit großen Herausforderungen wie Terrorismus und der Weitergabe von Atomwaffen umzugehen", sagte die Außenministerin. Länder wie Iran dürften die Wirksamkeit der Regelungen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen nicht gefährden, fügte sie hinzu.

Der Streit um das Atomprogramm Irans hatte sich in den vergangenen Wochen verschärft, jüngste Gespräche zwischen Außenminister Joschka Fischer, seinen Kollegen aus Großbritannien sowie Frankreich und Ahmadinedschad hatten keine Annäherung gebracht.