Österreich: Konservative ÖVP bedauert "kleinen Dämpfer" - DER SPIEGEL
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Österreich Konservative ÖVP bedauert "kleinen Dämpfer"

Nach der verlorenen Landtagswahl im österreichischen Burgenland beratschlagt die Österreichische Volkspartei über Konsequenzen. Die Haider-Partei FPÖ, deren Abwärtstrend sich weiter fortsetzte, schweigt indessen noch.
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Wien - Es sei nicht gelungen, die eigenen Wähler ausreichend zu mobilisieren, bedauerte der ÖVP-Chef, Österreichs Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel. Man habe einen "kleinen Dämpfer" erlitten.

Der ÖVP-Spitzenkandidat für die Burgenland-Wahl, Gerhard Jellasitz, hatte bereits am Wahlabend seinen Rücktritt erklärt. Jellasitz, der bisher stellvertretender Landeshauptmann im Burgenland gewesen war, hatte im Wahlkampf den Anspruch auf das Amt des Regierungschefs gestellt. Die ÖVP hatte bei der Wahl 0,76 Prozentpunkte auf 35,30 Prozent eingebüßt.

Ihr Koalitionspartner in der Bundesregierung, die rechtspopulistische Freiheitliche Partei (FPÖ), fiel um 1,9 Prozentpunkte auf 12,65 Prozent. Die FPÖ-Spitze wollte sich bislang zu dem Wahlergebnis nicht äußern. Die Partei des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider hatte im Wahlkampf vor der geplanten EU-Osterweiterung gewarnt. Bereits vor zwei Monaten hatte die FPÖ bei der Landtagswahl in der Steiermark ihre bislang schwerste Niederlage erlitten.

Rot-grüne Koalition zeichnet sich ab

Als klare Gewinner der Wahl gingen die auf Bundesebene oppositionellen Sozialdemokraten (SPÖ) und Grünen hervor. Die SPÖ, die bisher den Landeshauptmann stellte, legte um 2,13 Prozentpunkte auf 46,58 Prozent zu, die Grünen konnten ihren Stimmenanteil sogar verdoppeln: Sie stiegen um 2,98 Prozentpunkte auf 5,47 Prozent.

SPÖ und Grüne verfügen gemeinsam über eine Mehrheit von 19 der 36 Abgeordneten im burgenländischen Landtag. Der SPÖ-Spitzenkandidat Hans Niessl kündigte Gespräche mit allen Parteien an. Die Grünen haben ihre Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit mit der SPÖ angedeutet.